Goldinvestments Echte Schnäppchen gibt es nicht

Der Verkauf von Gold und Silber legt aktuell wieder zu. Anlegermünzen sind begehrt, doch die Nachfrage ruft auch Fälscher und Betrüger auf den Plan. Fachleute von der Swiss Ressource Capital AG und dem Münzhändler pro aurum geben Tipps, wie sich Goldkäufer schützen können.

17.04.2018 - 13:5418.04.18 - 10:00
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Verkäuferin in Tokio mit Gold-Maske von Darth Vader: Fälschungen können von Experten leicht identifiziert werden
Verkäuferin in Tokio mit Gold-Maske von Darth Vader: Fälschungen können von Experten leicht identifiziert werden© Getty Images

Die erste überlieferte Goldfälschung der Geschichte stammt aus der Antike - und sie kostete den Fälscher angeblich den Kopf. So berichtet der Architekt Vitruvius, dass König Hiero von Syrakus im dritten Jahrhundert vor Christus bei einem Goldschmied eine Goldkrone in Auftrag gab und diesem das nötige Rohmaterial lieferte. Doch Hiero war misstrauisch, er verdächtigte den Handwerker, einen Teil des Goldes abgezweigt und durch minderes Material ersetzt zu haben. Aber wie sollte man ihm den Betrug nachweisen?

Bei Archimedes fällt der Gold-Groschen im Bad

Hiero beauftragte den damals schon berühmten Mathematiker und Physiker Archimedes, herauszufinden, ob der Goldschmied betrogen hatte. Archimedes soll, so geht die Überlieferung, im Bad gesessen und die Wasserverdrängung verschiedener Materialien und Körper beobachtet haben. Seine Erkenntnis: Je schwerer ein Material ist, desto höher ist seine Dichte und umso geringer ist seine Wasserverdrängung. Archimedes rief, so die Legende, „Heureka“ und verglich die Wasserverdrängung der Krone mit jener eines Goldstücks, welches dasselbe Gewicht hatte. Fazit: Das Wasser schwappte über, das Volumen der Krone war für Gold zu groß. Damit war der Beweis erbracht, dass der Goldschmied betrogen hatte.

Nachfrage nach physischem Edelmetall steigt