Eyb & Wallwitz-Podcast „Größe allein ist für Unternehmen kein Erfolgsfaktor“

02.12.2021, aktualisiert 07.12.2021 - 09:1507.12.21 - 09:15
|
|
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Externe Inhalte anpassen

An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt, der unseren Artikel ergänzt. Sie können sich die externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen. Die eingebundene externe Seite setzt, wenn Sie den Inhalt einblenden, selbstständig Cookies, worauf wir keinen Einfluss haben.

Externen Inhalt einmal anzeigen:

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt und Cookies von diesen Drittplattformen gesetzt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

General Electric, Johnson & Johnson, Toshiba, aber auch Siemens spalten sich auf. Konglomerate scheinen nicht mehr zeitgemäß zu sein. Bei den Tech-Riesen des Silicon Valley ist es jedoch anders, wie das Beispiel Amazon zeigt. Welche Folgen Aufspaltungen für Aktionär:innen haben, diskutieren Kristina Bambach, Georg von Wallwitz und Ingo Koczwara in der neuen Ausgabe des Eyb & Wallwitz-Podcasts.

Welches Unternehmen vereint Online-Handel, stationären Einzelhandel, autonome Autos, Satellitennetzwerke, Gesundheitsdienste und Film- sowie Musikstreaming unter einem Dach? Richtig: Amazon. Am Beispiel dieses Konzerns wird deutlich, dass Big-Tech-Unternehmen oft ein großer Gemischtwarenladen sind – auch Konglomerat genannt. Doch Größe allein ist kein Erfolgsfaktor wie sich an den Aufspaltungen von General Electric, Johnson & Johnson, Toshiba, aber auch Siemens zeigt. „In klassischen Industrien scheinen Konglomerate nicht mehr zeitgemäß zu sein“, vermutet Georg von Wallwitz, Geschäftsführer von Eyb & Wallwitz.

Stellt sich die Frage: Welche Vorteile bietet ein Konglomerat? „Die Firmenstruktur hat insofern seine Berechtigung, als dass bestimmte Branchen immer wieder in Rezessionen geraten. Unternehmen, die dann nicht nur in einem Bereich tätig sind, sondern auch in anderen, können derartige Schwankungen ausgleichen“, erklärt von Wallwitz. Amazon und die Google-Mutter Alphabet seien schließlich auch deshalb so erfolgreich, weil sie in immer neue Geschäftsfelder vorstoßen und dadurch permanent für Wachstumsfantasien sorgen. „Im Grunde ist das eine ähnliche Vorgehensweise wie bei uns im Portfoliomanagement: Wir kaufen Aktien, die keine große Schnittmengen haben, um ein ausbalanciertes Depot zu bauen.“  

Doch warum funktionieren die Geschäftsmodelle von General Electrics oder dem Pharmariesen Johnson & Johnson nicht mehr? „Sie haben einfach auf die falschen Bereiche gesetzt. Das mit dem Konglomerat geht so lange gut, wie man in boomenden Branchen tätig ist“, so von Wallwitz. Die Wertschöpfungsketten der alten Industrie waren lange dort tätig, wo die Musik spielte. Nur irgendwann gab es eine Verschiebung – und das haben diese Konglomerate verpasst.  

Was bedeutet eine Aufspaltung für Anleger:innen? Das erfahrt ihr im aktuellen Podcast von Eyb & Wallwitz. Jetzt reinhören!