Immobilien Intensive Suche nach der Fünf-Prozent-Plus-Rendite

Da das Angebot an guten Immobilien-Objekten knapp und teuer ist, wünschen sich Asset-Manager alternative Anlage-Vehikel, sagt Thomas Beyerle, Head of Group Research des Immobilienspezialisten Catella.

11.12.2017 - 10:0311.12.17 - 12:45
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Hohe Straße in Köln: Core Immobilien sind inzwischen Mangelware
Hohe Straße in Köln: Core Immobilien sind inzwischen Mangelware© Getty Images

Deutsche Immobilien sind seit vielen Jahren aus den Anlagestrategien institutioneller Investoren nicht mehr wegzudenken. Nach Einschätzung von Dietmar Fischer, Partner beim Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen EY, sind sie fester Bestandteil fast jeder institutionellen Asset-Allokation. Zudem sind Immobilien in Deutschland weiterhin eine äußerst attraktive Anlageklasse, meint Fischer. So haben im diesjährigen Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt von EY 96 Prozent der befragten 135 Immobilieninvestoren den Immobilienstandort Deutschland als attraktiv bezeichnet.

Immobilien mit Renditevorsprung

Kein Wunder, haben doch Immobilien über lange Zeiträume betrachtet einen ordentlichen Renditevorsprung gegenüber anderen Assetklassen. Dies ist das Ergebnis einer knapp 150 Jahre umfassenden Analyse eines Teams aus Wirtschaftswissenschaftlern rund um Professor Moritz Schularick, einem Wirtschaftshistoriker an der Uni Bonn. Die Erkenntnis: Innerhalb des langen Zeitraums erzielten Immobilien in 16 Industriestaaten (darunter Deutschland, Japan und die USA) im Durchschnitt mit rund acht Prozent jährlich eine höhere Rendite als Aktien mit rund sieben und deutlich mehr als Anleihen mit unter zwei Prozent.

Strategie heißt „halten statt Gewinne realisieren“