ImmobilienblaseIn diesen deutschen Städten wird es ernst

Steigende Preise, hohe Kredite: Bläht sich der Immobilienmarkt in Deutschland auf? Das Berliner Research-Institut Empirica hat eine ausführliche Analyse für das erste Quartal 2018 veröffentlicht.

25.05.2018 - 08:55 Uhr25.05.18 08:55
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Seifenblasen und Immobilieblasen haben eines gemein: Sie platzen schnell und unerwartet
Seifenblasen und Immobilieblasen haben eines gemein: Sie platzen schnell und unerwartet © Pixabay
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Immobilien-Investments sind heikel. Durch die hohe Nachfrage und einen Mangel an Angeboten in deutschen Städten und Gemeinden sind die Preise in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Droht Blasengefahr? Eine Analyse des Berliner Research-Instituts Empirica deutet jedenfalls darauf hin. Demnach gibt es folgende präzise Indikatoren für Marktübertreibungen:

- die Kaufpreise steigen schneller als die Mieten

- die Kaufpreise steigen schneller als die Einkommen

- in spekulativer Erwartung werden immer mehr Wohnungen gebaut und immer mehr Kredite aufgenommen

Diese Indikatoren Vervielfältiger, Preis-Einkommens-Verhältnis, Fertigstellungen je Einwohner und Wohnungsbaukredite relativ zum Bruttoinlandsprodukt(BIP) messen Empirica-Analysten vierteljährlich. Aus den Ergebnissen erstellen sie einen Blasenindex. Die regionale Gefahr steigt, wenn die entsprechenden Vergleichswerte aus dem Jahr 2004 überschritten werden. Das Jahr 2004 steht für eine Phase, in der niemand eine Preisblase vermutet hat und der Markt eher leicht unterbewertet war.

Im ersten Quartal 2018 stagnierte der Empirica-Blasenindex in Wachstumsregionen. In Schrumpfungsregionen stieg er leicht an. Gegenüber dem Vorquartal ergibt sich keine Veränderung der Blasengefahr in Großstädten: Für 9 von 12 wird eine „eher hohe“ Blasengefahr indiziert. In Essen ist die Gefahr „mäßig hoch“, in Leipzig „gering“ und in Dortmund weiterhin „sehr gering“.

Auf den folgenden Seiten stellen wir deutsche Städte mit „eher hoher“ Blasengefahr vor.

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