Inflationszahlen aus Eurozone und Deutschland Am Ende des Zielkorridors lauert die nächste Schuldenkrise

Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind um 2,0 Prozent gestiegen, Deutschlands Importpreise haben sich sogar um 3,2 Prozent verteuert. Die unverändert gute Beschäftigungslage dürfte in der EZB für Unruhe sorgen.

29.06.2018 - 12:0029.06.18 - 12:21
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Bürogebäude: Manche sind schon im Feierabend, andere noch auf dem Posten - aber alle stehen in Beschäftigung
Bürogebäude: Manche sind schon im Feierabend, andere noch auf dem Posten - aber alle stehen in Beschäftigung© Getty Images

In der Eurozone sind die Verbraucherpreise laut Vorabschätzung im Juni um 2,0 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Volkswirte hatten exakt diese Teuerung von 2,0 Prozent erwartet, die auf einen Preiszuwachs von 1,9 Prozent im Vormonat folgt.

Auf die Inflation in der Eurozone, die im Juni das Ziel der Europäischen Zentralbank von rund 2 Prozent erreicht, beginnen höhere Importpreise einzuwirken, vor allem durch massiv verteuerte Energie. So sind die Importpreise in Deutschland im Mai kräftig angestiegen – und zwar deutlich kräftiger als erwartet.  

Indizien für ein Anziehen der deutschen Inflation

Nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) kletterte der Index der Einfuhrpreise im Mai im Vergleich zum Vormonat um 1,6 Prozent und gegenüber Mai 2017 sogar um 3,2 Prozent. Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg von 1,1 beziehungsweise 2,7 Prozent prognostiziert.

Zum Vergleich: Im April waren die Importpreise um 0,1 Prozent im Monatsvergleich zurückgegangen und zum Vorjahr nur um 0,6 Prozent gestiegen.

Arbeitslosigkeit in Deutschland im Juni bei 5 Prozent