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Der neue 50-Euro-Geldschein bei seiner Einführung im Juli 2016: Bei der EZB sitzt das Geld bis zum Dezember 2017 wohl noch sehr locker

Infografik So viel ist das Anleihekaufprogramm der EZB wert

Die Europäische Zentralbank (EZB) kauft weiter fleißig Vermögenswerte ein. Vor allem Wertpapiere von Unternehmen und Staatsanleihen. Wie viel Geld hat die EZB bis heute darin investiert?

31.07.2017 - 12:42 Uhr | Von:  in Research

Der Vorsitzende der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, kündigte im Januar 2015 an, das bestehende Programm zum Ankauf von Vermögenswerten auszuweiten. Speziell drehte es sich dabei um die Ankäufe von Staatsanleihen.

Zuvor beinhaltete das Kaufprogramm drei Komponenten:

  • Wertpapiere des öffentlichen Sektors
  • Asset-Backed Securities (seit 2014)
  • gedeckte Schuldverschreibungen (seit 2014)

Ziel des erweiterten Kaufkatalogs ist es, die Preisstabilität in Europa zu gewährleisten. Zugleich sollen die Ankäufe den Risiken einer zu lang anhaltenden Phase niedriger Inflation entgegenwirken. Die nachfolgende Grafik zeigt den Bestand des erweiterten Anleihenkaufprogramms von März 2015 bis April 2017. Im Frühjahr 2017 hatte die Notenbank im Rahmen ihres erweiterten Programms bereits rund 1.834 Milliarden Euro investiert.

Seit 2016 investiert die EZB 60 Milliarden Euro pro Monat in die Ankäufe. Zuvor waren es noch 80 Milliarden Euro. Auf der EZB-Sitzung Ende Juli verkündete Notenbankchef Draghi, das Programm bis mindestens Dezember 2017 fortsetzen zu wollen. Wenn nötig, würde er das Programm noch weiter laufen lassen. Die Entscheidung darüber hängt von der mittelfristigen Inflationsrate ab, die im Juli bei 1,3 Prozent lag. Ziel ist ein Wert von 2,0 Prozent.