Interview mit Sammy Suzuki, AB New York „Alle zweieinhalb Jahre steigt Chinas Wachstum um den Faktor Deutschland“

In welchen Schwellenmärkten bieten sich Investment-Chancen? Was sollten Anleger über Investments in China wissen? Ab wann sollten Anleger mit China-Interesse größte Vorsicht walten lassen? Sammy Suzuki, Portfolio Manager bei AllianceBernstein, gibt Antworten.

30.04.2018, aktualisiert 03.05.2018 - 15:3503.05.18 - 15:35
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Frauenfußballspiel China vs. Thailand: Sammy Suzuki, AB New York, zufolge finden sich viele interessante Titel auch in Thailand
Frauenfußballspiel China vs. Thailand: Sammy Suzuki, AB New York, zufolge finden sich viele interessante Titel auch in Thailand© AllianceBernstein

der fonds: Herr Suzuki, 222 chinesische Festlandaktien (A-Aktien) werden im Juni in den MSCI-Emerging Market (EM)-Index aufgenommen. Der zweitgrößte Aktienmarkt der Welt bietet bisher weitgehend ungenutzte Chancen und Möglichkeiten. Welche Sektoren sollten Anleger in den Blick nehmen, die sich für Investments in China interessieren?

In China ist der Konsumsektor besonders interessant, hier haben sich in den vergangenen Jahren sehr dynamische Trends entwickelt. Gleichermaßen spannend finden wir den mit dem Konsumsektor weitgehend zusammenhängenden Technologiesektor. Aber auch Rohstoffe dürften die Chinesen weiterhin nachfragen.

Welche Risiken holen sich Investoren durch China-Investments ins Depot? Viele Anleger hegen sowohl Sorgen wegen der strukturellen Ungleichgewichte in Chinas verschuldeter Wirtschaft als auch wegen der Wirtschaftspolitik der Regierung, die im Krisenfall schnell rigide werden könnte.

Ganz generell: Kurzfristige Investments in Aktien sind oft spekulativ und bringen Risiken mit sich. Im Fall der Schwellenmärkte fallen diese Risiken auf kurzfristige Sicht sogar noch größer aus. Schauen Sie: Wenn Sie als Anleger in den Schwellenländern investiert haben und negative Ereignisse in den einzelnen Ländern drücken auf die Kurse, verlieren Sie Geld. Aber wenn in den Industrieländern etwas Unvorhergesehenes die Börsen belastet, gehen die Aktien in den Schwellenländern ebenfalls oft mit nach unten.