Investitionen in Schwellenmärkte „Noch viel Luft nach oben“

Wertpapiere aus Schwellenländern waren lange die Motoren schlechthin in Finanzportfolios. Dann fielen die Rohstoffpreise und brachten so manche aufstrebende Nation ins Straucheln. Inzwischen hat sich die Lage jedoch beruhigt. Portfoliomanager Morgan Harting vom Asset Manager AB ist überzeugt, dass sich daran so schnell nichts ändert.

28.10.2016, aktualisiert 31.10.2016 - 15:0631.10.16 - 15:06
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Portfoliomanager Morgan Harting vom Asset Manager AB
Portfoliomanager Morgan Harting vom Asset Manager AB

Investitionen in Schwellenmärkten waren in den letzten Jahren nicht immer das Gelbe vom Ei. Russland, Brasilien & Co. sind angesichts der sinkenden Rohstoffpreise kräftig unter Druck geraten. Inzwischen hat sich das Blatt jedoch gewendet. Einige Schwellenmärkte entwickeln sich seit Jahresanfang sogar besser als Industriestaaten. Der Aktienindex MSCI Emerging Markets stieg seit Januar 2016 um satte 20 Prozent. Doch ist der Aufschwung von Dauer?

Morgan Harting, Portfolio Manager Emerging Markets Multi Asset bei AB, hat daran keinen Zweifel. „Fundamentaldaten, Bewertungen und charttechnische Signale sprechen so deutlich für die Renditen in Schwellenländern, wie es seit Ewigkeiten nicht der Fall war“, sagt der Experte. „Da Schwellenmärkte in den letzten Jahren 40 Prozent hinter dem Gesamtmarkt zurückgeblieben sind, ist noch viel Luft nach oben.“

Dem im Vergleich zu Industriestaaten erhöhten Risiko von Investments in Emerging Markets ist sich Harting bewusst. „Anleger sehen bei Schwellenländern das Renditepotenzial, aber sie kennen auch die Volatilität in diesem Segment. Letztere ist bei Schwellenländer-Aktien schließlich um rund 50 Prozent höher als bei Titeln aus Industriestaaten. Wer also stärker auf Schwellenmarkt-Anlagen setzt, erhöht sein Risiko dramatisch.“