Investment-Stratege von Schroders zu Multi-Asset in nervösen MärktenDiese sechs Faktoren schützen Anleger vor fallenden Kursen

ANZEIGE

Im Februar 2018 gingen die Börsen weltweit auf Talfahrt – der Dow Jones erlebte den größten absoluten Tageseinbruch aller Zeiten. Wie sich Anleger mit Multi-Asset-Lösungen vor Verlusten schützen und gleichzeitig Renditemöglichkeiten sichern können, erläutert Investment-Stratege Daniel Lösche von der Fondsgesellschaft Schroders.

19.03.2018 - 15:41 Uhr19.03.18 15:41
|
Von: 
|
|
Daniel Lösche, Investment-Stratege bei Schroders: „Für Multi-Asset-Fonds ist jetzt eine robuste Portfolioausrichtung entscheidend.“
Daniel Lösche, Investment-Stratege bei Schroders: „Für Multi-Asset-Fonds ist jetzt eine robuste Portfolioausrichtung entscheidend.“

Minus 3,8 Prozent im S&P 500, minus 4,1 Prozent im MSCI World, minus 4,3 Prozent im Dow Jones und ganze minus 5,7 Prozent im DAX – gerade für Aktieninvestoren war der Februar 2018 kein leichter Monat. Dabei vollzog sich die Kurserosion über den gesamten Markt hinweg: Nicht nur zyklische und somit generell schwankungsintensivere Titel verbuchten Verluste, sondern auch eher defensive Aktien gaben auf breiter Front nach.

Hinzu kam: Die Notierungen festverzinslicher Wertpapiere gingen ebenfalls nach unten – und zwar sowohl bei Staats- als auch bei Unternehmensanleihen. Zwar war ihr Rückgang nicht so heftig wie der an den Aktienmärkten; doch dieser Umstand führte dazu, dass Rentenpapiere in diesem Fall nicht im gewünschten Umfang zur Risikostreuung beitrugen. Diese turbulente Phase belegte nun einmal mehr: Die beiden Komponenten einer traditionellen Vermögensallokation – Aktien und Anleihen – reichen nicht ausschließlich aus, um Anleger ausreichend vor Kursrückschlägen zu schützen. Da insbesondere die Zinsänderungsrisiken auf der Anleihenseite hoch sind, ist die Suche nach unkorrelierten Anlageklassen wichtig.

Besser schlug sich dagegen der Schroder ISF* Global Multi-Asset Income** (ISIN: LU0757360457). Zwar notierte auch er im Februar 2018 leichter, sein Rückgang war mit 1,9 Prozent jedoch milder als die durch den weltweiten Ausverkauf verursachten Kursverluste an den Börsen. Und das, obwohl auch unsere Strategie in Aktien übergewichtet ist. Woher also kam diese Outperformance im Februar?

Aktienquote rechtzeitig heruntergefahren

Erstens hatte unser Fondsmanagement unter Leitung von Aymeric Forest den Anlageanteil in Aktien bereits vor dem volatilen Höhepunkt reduziert. Lag er vormals noch bei rund 40 Prozent – Ausdruck einer offensiven Ausrichtung –, hatte das Team die Quote inzwischen auf gut 30 Prozent angepasst.

Hintergrund dieser Entscheidung war, dass die Aktienmärkte langfristig stark an Wert gewonnen hatten und nun nicht mehr günstig aussehen. Dazu kommt, dass – im Anschluss an die Menge an starken Wirtschaftsdaten in den vergangenen Monaten – die Erwartungshaltung des Marktes hoch ist und somit das Potenzial für positive Überraschungen abgenommen hat.

Zweitens kam unserer Fondsstrategie bei Aktien eine bewusst gewählte lokale Übergewichtung in den USA und in Schwellenländern zugute. Beide Regionen wurden von der Kurskorrektur schwächer betroffen als europäische Titel.

* Schroder ISF steht für Schroder International Selection Fund

** Anteilsklasse A, abgesichert in Euro, wiederanlegend