Opec-Deal zur Öl-Fördermenge Iranischer Ölminister hält Einigung für wahrscheinlich

Ende September haben sich die Opec-Staaten bei einem informellen Treffen in Algier auf eine Begrenzung der Öl-Fördermenge geeinigt. Die Details, inklusive Produktionsquoten für jeden einzelnen Mitgliedsstaat, werden im Moment ausgehandelt – scheinbar mit Erfolg.

21.11.2016 - 11:5221.11.16 - 18:23
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Der iranische Ölminister Bijan Namdar Zanganeh ist zuversichtlich, dass sich die Mitgliedsstaaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) Ende November auf Förderkürzungen einigen. Zanganeh traf sich am Samstag mit Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo in Teheran, um über eine Vereinbarung zu sprechen, die die tägliche Fördermenge um bis zu 1,3 Millionen Barrel reduzieren würde. Die Informationen, die er von Barkindo darüber erhalten habe, bezeichnete er als „vielversprechend“.

„Es ist höchstwahrscheinlich, dass die Opec-Mitglieder bei dem Treffen im November zu einem Konsens gelangen werden", sagte Zanganeh nach Angaben von Shana, der Nachrichtenagentur des iranischen Ölministeriums. „Ich bin der Ansicht, dass die Opec-Mitglieder die Vereinbarung respektieren werden und versuchen würden, sie umzusetzen.“

Die Opec-Staaten versuchen erstmals seit acht Jahren wieder die Fördermenge zu drosseln. Eine in Algier im September erzielte Einigung auf Produktionskürzungen wurde dadurch kompliziert, dass der Iran auf eine Ausweitung seiner Förderung beharrte, während der Irak von der Regelung ausgenommen werden wollte, um den Kampf gegen militante Islamisten zu finanzieren.

Verwirrungen am Öl-Markt

Die Einigung über Produktionskürzungen hat den Ölpreis kurzfristig nach oben getrieben. Im Oktober erreichte er mit 52 US-Dollar pro Barrel sein Jahreshoch. Inzwischen ist der Preis jedoch wieder gesunken. Aktuell kostet ein Fass der Sorte Brent 48 US-Dollar. Hintergrund waren Zweifel, ob die Opec-Staaten die Förderkürzungen letztendlich umsetzen - diese würden eine seit zwei Jahren währende Politik unbeschränkter Förderung beenden. Sollte es bei dem Opec-Treffen in Wien am 30. November keine Einigung geben, dürfte das Überangebot am Ölmarkt auch 2017 erhalten bleiben.