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Müde chinesische Arbeiter unter allmächtigen Comic-Helden in Peking: Sollte China ins Straucheln kommen, wird sich auch der Rest der Welt erst einmal neu sortieren müssen

IWF-Weltwirtschaftswachstum China hat die Weltwirtschaft an der Leine

Der Internationale Währungsfonds (IWF) beobachtet einen Wechsel an der Spitze der Wachstumsträger: Während die USA zurückstecken müssen, scheint sich das Wachstum in China, Japan, der Eurozone und Kanada zu beschleunigen.

25.07.2017 - 11:12 Uhr | Von:  in Research

Im Großen und Ganzen hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum im laufenden Jahr und für 2018 bestätigt. Die IWF-Volkswirte erwarten wie schon im April einen Zuwachs des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im laufenden Jahr um 3,5 Prozent. Gute Nachrichten auch für 2018: Die Prognose bleibt bei 3,6 Prozent.

Dennoch ändert sich etwas hinter den Kulissen: Schwächeren Wachstumserwartungen für die USA stehen höhere Erwartungen für China, Japan, den Euroraum und Kanada gegenüber, gibt der IWF in seinem jüngsten Weltwirtschaftsausblick bekannt.

Trump muss liefern

Für die USA hat der IWF die Wachstumsraten für 2017 auf 2,1 Prozent (zuvor: 2,3) und für 2018 auf 2,1 (2,5) Prozent eingekürzt.

Warum diese herben Einschnitte? Der IWF begründet seine niedrigere Prognose für die USA mit einer perspektivisch weniger expansiven Finanzpolitik als bislang erwartet. Sollte US-Präsident Donald Trump die Welt doch noch mit einer Steuerreform überraschen, die die Nachfrage ankurbelt, müssten die Werte revidiert werden.

Die Trump-Administration erhofft sich mit Steuerkürzungen und Infrastruktur-Ausgaben kräftige BIP-Zuwächse. Michael „Mick“ Mulvaney, Direktor des Amtes für Verwaltung und Haushaltswesen unter US-Präsident Trump, hat vor diesem Hintergrund ein nachhaltiges Wachstumsziel von 3 Prozent ausgerufen. Das Programm hat er „MAGAnomics“ benannt – nach Trump’s Wahlkampf-Slogan „Make America Great Again“.

Zuletzt hat allerdings die politische Unsicherheit in Washington zugenommen, insbesondere wegen des jüngst erneut gescheiterten Versuchs einer Gesundheitsreform, aber auch wegen des krachenden Rücktritts von Trumps Sprecher Sean Spicer.