Sie besuchen der fonds mit einem veralteten Internet Explorer. Darstellung und Nutzungserlebnis sind deshalb nicht optimal.
Aktuelle Version kostenlos herunterladen »
Aufbau von Windkraftanlegen

Repräsentative Studie der Quirin Privatbank Jeder sechste Euro ist nachhaltig angelegt

Immer mehr Anleger möchten ihr Vermögen verantwortungsbewusst investieren – und das entsprechende Angebot wächst. Dabei gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen.

02.02.2021 - 14:31 Uhr | in News

Nachhaltigkeit wird vielen Menschen auch bei der Geldanlage immer wichtiger – gleichzeitig besteht noch ein hoher Informationsbedarf. Das ist das Ergebnis zweier aktueller Erhebungen. Das Marktforschungsinstitut puls hat im Auftrag der Quirin Privatbank eine repräsentative Studie mit mehr als 2.000 Personen und einem Vermögen ab 10.000 Euro durchgeführt. Ergänzt wurde diese durch eine Umfrage unter rund 1.000 Kunden des Geldinstituts zu nachhaltigen Geldanlagen.

Corona verstärkt Trend zu mehr Nachhaltigkeit

Knapp 20 Prozent der von puls Befragten stellten fest, dass mit der Corona-Krise das Thema Nachhaltigkeit an Bedeutung gewonnen hat. Bei den Kunden der Quirin Privatbank gibt jeder Zweite an, bei der Geldanlage nun stärker auf entsprechende Aspekte zu achten. Frauen übrigens häufiger als Männer: 61 Prozent der Anlegerinnen gegenüber 45 Prozent der Anleger.

Menschen sind bereit, für Nachhaltigkeit mehr zu zahlen

Nachhaltigkeit ist längst keine Modeerscheinung mehr, sondern inzwischen Mainstream. „Es geht schließlich darum, der nachfolgenden Generation eine bessere Welt zu hinterlassen“, erklärt Konrad Weßner, Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens puls. Dafür sind viele Verbraucher auch bereit, mehr zu bezahlen. Besonders hoch ist die Bereitschaft bei Produkten des täglichen Bedarfs – im Schnitt liegt diese bei 8,8 Prozent, bei der Geldanlage sind es 4,2 Prozent. „Dabei ist Letzteres gar nicht erforderlich“, erklärt Philipp Dobbert, Chefvolkswirt der Quirin Privatbank. „Nicht mehr jedenfalls. Nachhaltiges Investieren ist nicht kostspieliger als konventionelle Strategien.“

Zwei Drittel würden bei staatlicher Förderung nachhaltig anlegen

Gäbe es eine staatliche Förderung nachhaltiger Geldanlagen, würde das die Bereitschaft bei zwei von drei Anlegern (65,6 Prozent) erhöhen. Bei der jüngeren Generation der Millennials wären es sogar 74 Prozent. „Grundsätzlich stehe ich Förderungen eher skeptisch gegenüber. Wenn dadurch allerdings ein noch stärkeres Umdenken bei Anlegern erfolgt und das den Durchbruch in Sachen nachhaltige Geldanlage bringt, dann gerne“, so Dobbert. Wichtig wäre aber, die Unterstützung an bestimmte Kriterien zu koppeln – beispielsweise niedrige Kosten und eine breite Risikostreuung.

ESG-ETFs weitgehend unbekannt

Ausbaufähig ist der Informationsstand in Sachen nachhaltige Anlagemöglichkeiten. Bekannt sind vor allem direkte Beteiligungen an Wind- oder Photovoltaikparks sowie Anleihen und Aktien einzelner in grünen Branchen tätiger Unternehmen – und das oft aufgrund von Negativschlagzeilen, so die Studie. Von nachhaltigen ETFs (börsengehandelte Indexfonds) hingegen hatten 55 Prozent der Befragten noch nie etwas gehört.

Für Anleger sei es noch immer schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen. Nicht selten landeten sie ungewollt bei einem viel zu riskanten Öko-Produkt oder einem der weit verbreiteten Greenwashing-Ansätze – die keinen Impact für den nachhaltigen Wandel haben.

Nachhaltige Anlagen immer beliebter

Die steigende Beliebtheit nachhaltiger Geldanlagen zeigt sich auch in der Tatsache, dass 41 Prozent der in der repräsentativen pulse-Studie befragten Anleger grundsätzlich bereit sind, ihr gesamtes Vermögen nachhaltig zu investieren. Bei den Millennials sind es sogar 52 Prozent.

Die Kunden der Quirin Privatbank haben laut Umfrage bereits 15 Prozent ihres Vermögens nachhaltig angelegt, 2025 könnten es knapp 40 Prozent sein. Dass die positive Einstellung verantwortungsbewussten Investments gegenüber mehr ist als ein Lippenbekenntniss, lasse sich laut Dobbert auch an harten Zahlen ablesen: Das nachhaltig verwaltete Vermögen des Instituts ist im vergangenen Jahr um 231 Prozent auf 300 Millionen Euro gestiegen.

Hier können Sie die gesamte Studie einsehen.