J.P. Morgan Asset ManagementStrukturell sinkenden Ertragserwartungen aktiv begegnen

Im jährlichen Research-Report „Long Term Capital Market Assumptions“ kommt J.P. Morgan Asset Management zu dem Schluss: 2018 wird ein aktiv gemanagter Mehrertrag angesichts langfristig sinkender Kapitalmarktaussichten immer wichtiger.

03.01.2018 - 15:54 Uhr03.01.18 15:54
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Bewässerungsanlage auf einem Feld: Vermögensverwalter müssen gesunkene Kapitalmarkterwartungen aktiv ausgleichen
Bewässerungsanlage auf einem Feld: Vermögensverwalter müssen gesunkene Kapitalmarkterwartungen aktiv ausgleichen© Getty Images

Als wenig förderlich für langfristige Anlageerträge betrachten die Experten von J.P. Morgan AM das derzeitige spätzyklische Umfeld: Es sei zum einen bereits ein Großteil der aktuellen Zykluserträge verbucht worden. Zum anderen bleibe angesichts der relativ weit fortgeschrittenen globalen Expansion wenig Spielraum für einen zyklischen Aufschwung der durchschnittlichen Erträge.

Wenn man über diese zyklischen Einschränkungen hinausblicke, bestehe dennoch Anlass für vorsichtigen Optimismus. Trotz rückläufiger Ertragschancen erwarten die Experten von J.P. Morgan Asset Management ein Ende des Abwärtstrends. Ihrer Ansicht nach lassen sich mit diversifizierten Portfolios zyklische Volatilität und langfristige Herausforderungen meistern.

Neue Technologien sorgen für Rendite

Der langfristige Kapitalmarktausblick „Long Term Capital Market Assumptions“ (kurz: LTCMA) von J.P. Morgan Asset Management identifiziert vor allem das Thema neue Technologien als Wachstumsbringer in den kommenden zehn bis 15 Jahren. „Die technologische Innovation scheint sich als positiver Wendepunkt zu erweisen, da sie einen vielversprechenden Blick auf das freigibt, was einen längst überfälligen Produktivitätsschub auslösen könnte“, erläutert Christoph Bergweiler, Leiter Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management.

Nicht zuletzt durch die technologische Innovation erwartet Bergweiler, dass das Wachstum in den Industrieländern zukünftig 1,5 Prozent und in den Schwellenländern 4,0 Prozent pro Jahr betragen dürfte.

Aktuelle Ertragserwartungen sinken

Dennoch sind die Ertragserwartungen für ein auf Euro lautendes Portfolio, das zu 60 Prozent in Aktien und zu 40 Prozent in Anleihen investiert, im Vergleich zu den Schätzungen des Vorjahres noch einmal gesunken. Während im letzten Jahr noch 5,5 Prozent realistisch erschienen, wurden diese Erwartungen aktuell auf 4 Prozent zurückgestuft, wobei sich die Anleiheerträge leicht verbessern, aber die Bewertungen auf die Aktienerträge drücken. „Diese Entwicklung steht im Einklang mit dem vorherrschenden spätzyklischen Umfeld. Die Zinsen steigen allmählich, doch von einer raschen Normalisierung kann keinesfalls die Rede sein“, unterstreicht Bergweiler.