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Börsenhändler in New York

J.P. Morgan Asset Management Welche Lehren sich aus früheren Rezessionen ziehen lassen

Die Intensität einer jeweiligen Rezession und die Art der Marktverwerfungen können stark variieren. Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan AM, zeigt, wie wichtig es für Anleger ist, das Portfolio durch Diversifizierung widerstandsfähiger zu machen.

19.06.2019 - 11:35 Uhr | in Artikel

Angesichts der spätzyklischen Phase der US-Wirtschaft fragen sich Anleger, wann die nächste Rezession einsetzen wird und wie sie sich am besten darauf vorbereiten können. Aktuell stellt sich zudem die Frage, ob eine Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China die Rezessionsgefahr noch verstärken könnte.

Um besser für die Herausforderungen in diesem Umfeld gerüstet zu sein, haben die Experten von J.P. Morgan Asset Management in ihrem langfristigen Kapitalmarktausblick „Long Term Capital Market Assumptions“ (kurz: LTCMA) die Rezessionen während der vergangenen 40 Jahre in den Industrieländern untersucht und daraus verschiedene Szenarien abgeleitet. Dabei wurden insgesamt vier Rezessionsszenarien mit verschiedenen möglichen Auslösern ermittelt. Im Fokus stand dabei auch, wie die jeweiligen Marktreaktionen ausfallen.

So gibt es erstens durch unternehmerische Zurückhaltung („Corporate Caution“) geprägte Rezessionen, die besondere Risiken für die Aktien- und Anleihe-, aber auch die Kreditmärkte darstellen. Der US-Dollar könnte sich in diesem Szenario leicht positiv entwickeln. Als möglicher Auslöser sind beispielsweise Änderungen im Steuersystem denkbar.

Ein zweites Szenario zeigt Rezessionen, die durch eine geldpolitische Straffung verursacht wurden. In diesem Umfeld leiden Schwellenländeranlagen, während der US-Dollar sehr stark ist. Aktien- und Kreditmärkte dürften eher negativ tendieren. Ein Auslöser könnte die Inflation sein.

Das dritte Szenario beschreibt Rezessionen nach einem Handelsstreit. Diese gehen wahrscheinlich mit nicht-linearen Auswirkungen auf das kurzfristige Wachstum und die Inflation einher, wobei die Schwellenländeranlagen besonders in Mitleidenschaft geraten. Die Aussichten für Anleihen sowie den US-Dollar sind in diesem Szenario leicht positiv. Auslöser sind beispielsweise Zölle.