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Green Bonds Junges Marktsegment mit Wachstumschancen

Nachhaltigkeit und Klimaschutz geht nicht nur mit Aktien, sondern auch mit Anleihen. Die sogenannten Green Bonds erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Finanziell bieten grüne Anleihen ähnliche Merkmale wie klassische Rentenpapiere – das bedeutet, den ökologischen Nutzen gibt es gratis dazu.

06.01.2021 - 11:24 Uhr | in Nachhaltigkeit

Der Markt für Green Bonds boomt – und dürfte noch größer werden: Immer mehr Unternehmen, Regierungen und multinationale Organisationen beschaffen sich auf diesem Weg Gelder für die Realisierung umweltfreundlicher Projekte. Ein Beispiel: Mehr als 30 Prozent des 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaupakets der Europäischen Union ist für nachhaltige Projekte bestimmt. Damit ist Europa der weltweit größte Emittent grüner Anleihen, gefolgt von den USA und dem pazifischen Raum.

Allerdings tut sich auch in den USA etwas: Mit dem Sieg von Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl dürfte sich die US-Klimapolitik zweifellos ändern. Er hat bereits angekündigt, einen stärkeren Fokus auf umweltfreundliche Technologien zu legen und 2 Billionen US-Dollar entsprechend zu investieren. Und mit der neuen Finanzministerin Janet Yellen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch Washington bald grüne Anleihen ausgeben wird.

Global betrachtet ist der CO2-Ausstoß im Zuge der Corona-Krise vorübergehend zurückgegangen, doch ist die Verringerung der Emissionen im Zusammenhang mit den weltweiten Lockdowns war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es gilt, langfristige Lösungen zu finden – dabei könnten grüne Anleihen von großer Bedeutung sein.

Nachhaltig investiert

Green Bonds ähneln klassischen Anleihen, werden aber speziell zur Finanzierung von Umweltprojekten eingesetzt. Sie sind ein wirksames Vehikel für Emittenten zur Finanzierung des Kampfs gegen den Klimawandel und ermöglichen Investoren, mit ihrem Kapital einen messbaren positiven Umwelteinfluss zu erzielen. Dabei müssen mindestens 95 Prozent der Erlöse für Nachhaltigkeitsprojekte verwendet werden.

Das bedeutet: Wer grüne Anleihen ausgibt, verspricht seinen Investoren, die eingesammelten Gelder für Investments etwa in den Klimaschutz auszugeben. Zudem verpflichten sich die Emittenten, regelmäßig über die Wirkung der Investitionen zu berichten – etwa wie viele Tonnen CO2 eingespart wurden.