Kames Capital„Schwäche der US-Notenbank spricht gegen Zinsanstieg“

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Die Notenbank Federal Reserve verfügt nicht über ausreichende Mittel, um auf das sinkende Bruttoinlandsprodukt in den USA zu reagieren. Anleger sollten daher ihre Erwartungen auf Zinserhöhungen zügeln, meint John McNeill, Co-Manager des Kames Absolute Return Bond Global Fonds.

24.02.2017 - 17:00 Uhr24.02.17 17:00
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John McNeill, Co-Manager des Kames Absolute Return Bond Global Fonds
John McNeill, Co-Manager des Kames Absolute Return Bond Global Fonds

Die Notenbank Federal Reserve verfügt nicht über ausreichende Mittel, um auf das sinkende Bruttoinlandsprodukt in den USA zu reagieren. Anleger sollten daher ihre Erwartungen auf Zinserhöhungen zügeln, meint John McNeill, Co-Manager des Kames Absolute Return Bond Global Fonds.

Ein Zinsanstieg steht so bald in den USA nicht an, so die Meinung von John McNeill, Co-Manager des Kames Absolute Return Bond Global Fonds. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) habe nicht die Mittel, um auf das sinkende Bruttoinlandsprodukt in den USA zu reagieren. McNeills Ansicht nach gehen viele Anleger grundsätzlich davon aus, dass die Zinsen in den USA angesichts der wirtschaftlichen Erholung kräftig steigen werden. Die Realität könnte jedoch ganz anders aussehen.

Die gegenwärtige Wachstumsphase besteht inzwischen seit 90 Monaten und ist damit die drittlängste, die je verzeichnet wurde. Angesichts dieser Reife wird der Leitzins kaum über das aktuelle Niveau von 0,75 Prozent steigen. „Im historischen Vergleich war dies ein langer Zyklus. Das bedeutet nicht, dass er zu Ende gehen muss. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die Maßnahmen, die von Zentralbanken unternommen werden müssten, um einem künftigen Abschwung zu begegnen“, so McNeill. „Die Fed dreht zwar weiter an der Zinsschraube, aber sie wird den Leitzins nicht über 2 Prozent anheben können, ohne eine spürbare wirtschaftliche Abkühlung zu bewirken. In diesem Kontext erscheint das Risiko negativer Zinsen in den USA höher als die Aussicht auf eine Normalisierung", argumentiert McNeill weiter.

In früheren Zyklen standen der Fed und anderen Zentralbanken für Zinssenkungen deutlich mehr Mittel zur Verfügung. Andrew Haldane, Chefvolkswirt der Bank of England, schätzt, dass die Zinsen im Rahmen des „typischen“ geldpolitischen Lockerungszyklus in Großbritannien, den USA, Japan und Deutschland seit 1970 um 300 bis 500 Basispunkte gesenkt wurden.