Kames Capital über Hochzinsanleihen„Renditen für risikoaffine Anleger“

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Hochzinsanleihen schwankten in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt stark. Wer langfristig investiert, hat jedoch sehr gute Chancen, damit hohe Renditen zu erzielen.

22.05.2017 - 11:40 Uhr22.05.17 11:40
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Fallschirmspringer in Aktion: Wer in Hochzinsanleihen investiert geht Risiken ein, hat aber auch große Gewinnchancen
Fallschirmspringer in Aktion: Wer in Hochzinsanleihen investiert geht Risiken ein, hat aber auch große Gewinnchancen© Getty Images

Die vergangenen zehn Jahre waren für Hochzinsanleihen gelinde gesagt turbulent. Im Vergleich dazu war die erste Jahreshälfte 2007 noch eine überaus unbeschwerte Zeit. Die Märkte kehrten damals auf die Höchststände aus der Zeit vor der Dotcom-Blase zurück, die meisten Politiker waren kompetent und eine Krise in der Eurozone war höchst unwahrscheinlich.

Es waren glückliche Tage. Rückblickend war es aber auch eine denkbar schwierige Zeit für ein Engagement in riskanten Anlagen. Die Bewertungen am Markt für Hochzinsanleihen waren extrem hoch, gleichzeitig befand sich der Renditeaufschlag zu Staatsanleihen ähnlicher Laufzeit mit 2,3 Prozent auf einem Allzeittief. Aktuell beträgt er rund 4 Prozent.

Es folgte ein neues Jahrzehnt, das gleich von drei großen Krisen erschüttert wurde, angefangen von der weltweiten Finanzkrise 2008/09 über die Krise in der Eurozone (2011) bis hin zur Energie- und Rohstoffkrise (2014/15).

Die genauere Betrachtung der Entwicklung am Hochzinsanleihenmarkt ausgehend von diesem desolaten Ausgangspunkt offenbart jedoch die langfristige Attraktivität der Anlageklasse. Die folgende Grafik bildet die Entwicklung des Global High Yield Bond Index über zehn Jahre bis zum 31. März 2017 ab. Die Renditen sind in Kursrendite, Ertragsrendite und Gesamtrendite aufgeschlüsselt.

Renditen globaler Hochzinsanleihen über 10 Jahre

Renditen globaler Hochzinsanleihen über 10 Jahre

Quelle: BoAML Global High Yield Index, Bloomberg.  USD. 31.03.2007 bis 31.03.2017

Zunächst fällt die beeindruckende Gesamtrendite von 110 Prozent auf (violette Linie). Gut zu erkennen sind auch die stark volatilen Phasen, vor allem der dramatische, aber kurze Kurssturz um fast 40 Prozent im Frühjahr 2009 sowie 2011 und 2015.