Kames Wirtschaftsstudie Goldlöckchen und die Stagflation

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Bei der Stagflation paaren sich die schlimmsten Extreme aus deflationärer Krise und starker Inflation. Teile der Weltwirtschaft drohen aktuell in eine solche Phase abzurutschen – und der Brexit könnte Großbritannien zu einem der ersten Opfer machen.

12.08.2016 - 14:2612.08.16 - 15:33
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Patrick Schotanus, globaler Anlagestratege bei Kames Capital
Patrick Schotanus, globaler Anlagestratege bei Kames Capital

Das Goldlöckchen-Prinzip hat seinen Ursprung im Märchen „Goldlöckchen und die drei Bären“ und beschreibt eine Situation, die das richtige Mittelmaß zwischen zwei Extremen darstellt. Im Märchen steht Goldlöckchen vor dem Dilemma, aus drei Schalen Brei eine auszuwählen, die sowohl die richtige Temperatur als auch die richtige Menge hat.

Als Goldlöckchen-Wirtschaft wird dementsprechend eine Volkswirtschaft mit moderatem Wachstum und geringer Inflation bezeichnet - bildlich gesprochen entspricht das Wirtschaftswachstum der Menge des Breis und die Inflation seiner Temperatur.

Bei der Stagflation paaren sich dagegen die schlimmsten Extreme aus deflationärer Krise und starker Inflation. Die Portion Brei wäre also gleichermaßen zu klein und zu heiß für Goldlöckchen. In einer neuen Studie erläutert Patrick Schotanus, warum eine lockere Geldpolitik in Verbindung mit einer lockeren Fiskalpolitik mit großer Wahrscheinlichkeit die Inflation anheizen und dadurch zur Gefahr für Anleger werden wird, die nach Rendite und Wachstum streben.

Zur Studie (engl.)