Klimaschutz Ist die Erderwärmung noch zu stoppen?

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Das Klima wird wärmer, das verändert den Planeten – und der Mensch ist hauptsächlich schuld daran. Zweifler gibt es kaum noch, allerdings mit dem US-Präsidenten Donald Trump einen ziemlich mächtigen. Doch es ist offensichtlich: Die CO2-Emissionen müssen sinken.

22.06.2017, aktualisiert 14.09.2020 - 12:4614.09.20 - 12:46
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Ein Mann und sein Kind tragen auf den Straßen Pekings eine Atemmaske gegen den Smog. Swisscanto Invest zweifelt an einer schnellen Eindämmung der CO2-Emissionen
Ein Mann und sein Kind tragen auf den Straßen Pekings eine Atemmaske gegen den Smog. Swisscanto Invest zweifelt an einer schnellen Eindämmung der CO2-Emissionen© Getty Images

Die Umweltbelastung durch die Industrie und den Verkehr ist immens angestiegen und sie muss sinken – und zwar möglichst schnell und nahezu auf null. Ansonsten werden der steigende Meeresspiegel, schmelzende Gletscher, der auftauende Permafrost und starke Unwetter die Lebensgrundlagen vieler Millionen oder gar Milliarden Menschen zerstören.

Obwohl sich die meisten Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft seit Jahren einig sind, dass die CO2-Emissionen gesenkt werden müssen, gelingt dies trotz zahlreicher Klimagipfel und Klimaverträge nicht. Deshalb schlägt der renommierte Wissenschaftler Johan Rockström jetzt eine Faustregel vor, die im Wissenschaftsjournal Science veröffentlicht wurde (Rockström et al., Science, 2017). Ausgehend von den 40 Milliarden Gigatonnen Kohlenstoffdioxid, die der Mensch im Jahr 2020 in die Luft abgeben wird, sollen es zehn Jahre später nur noch 20, eine weitere Dekade später zehn und bis 2050 nur noch etwa fünf Gigatonnen jährlich sein. Würde dieser Faustregel gefolgt, bestünde eine realistische Chance, dass der Anstieg der globalen Temperatur auf zwei Grad Celsius gegenüber der Zeit vor der Industrialisierung begrenzt werden kann. Und eine starke Erderwärmung wollen die Regierungen der Welt laut dem Pariser Klimavertrag verhindern.

Hohes Investmentpotenzial

Es bleibt zu hoffen, dass trotz des Rückzuges der USA aus dem Klimaabkommen der Weg zum wichtigen und nachhaltigen Klimaschutz wirklich begangen wird, um das Weltklima nicht weiter zu erhitzen. Für Investments bietet der Bereich Klimaschutz interessante Möglichkeiten. Denn Unternehmen, die mit Produkten und Dienstleistungen dem Klimawandel entgegenwirken, haben sehr gute Umsatz- und Wachstumsaussichten. Anleger, die überzeugt sind von positiven Entwicklungen in puncto Klimaschutz, können sehr gezielt mit nachhaltigen Fonds daran teilhaben. Swisscanto Invest bietet Investoren mit langfristigem Anlagehorizont und der nötigen Risikotoleranz verschiedene Green Invest-Fonds sowie zwei spezielle Themenfonds zu Wasser und Klimaschutz an.

Markus Güntner, Nachhaltigkeitsexperte, Swisscanto Asset Management International S.A.