Konjunktur und Erwerbstätigkeit in DeutschlandAlle gewinnen, Banken und Versicherer verlieren

Im ersten Quartal 2017 haben sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt gut entwickelt. Die Erwerbstätigkeit im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleister ging allerdings um 12.000 Personen zurück.

16.05.2017 - 10:58 Uhr16.05.17 10:58
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Die Führungsspitze der Deutschen Bank stellte im Februar die Jahresergebnisse 2016 vor: Marcus Schenck (CFO), John Cryan (CEO), die Regulierungsexpertin Sylvie Matherat und CEO-Vize Christian Sewing (v.l.n.r.) auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt/M.
Die Führungsspitze der Deutschen Bank stellte im Februar die Jahresergebnisse 2016 vor: Marcus Schenck (CFO), John Cryan (CEO), die Regulierungsexpertin Sylvie Matherat und CEO-Vize Christian Sewing (v.l.n.r.) auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt/M.© Getty Images

Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresauftakt 2017 kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich im ersten Quartal um 1,7 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres, wie vorläufige saison- und kalenderbereinigte Berechnungen ergeben. Zum Vorquartal legte das BIP um 0,6 Prozent zu.

Gestützt wird das Wachstum von der erfreulichen Entwicklung am Arbeitsmarkt und der damit zusammenhängenden hohen Verbrauchernachfrage. Doch auch die Exporte tragen wieder verstärkt zur volkswirtschaftlichen Entwicklung bei. Im ersten Quartal 2017 ist der Außenhandel wieder stärker als die Importwirtschaft gewachsen.

Wie Carsten Mumm, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Privatbank Donner & Reuschel, einschätzt, dürfte beim Wirtschaftsverlauf in der zweiten Jahreshälfte mit einem gemäßigteren Anstieg zu rechnen sein. Hintergrund ist die wohl bevorstehende Abschwächung der Konsumnachfrage: Die Zuwachsrate bei den Nominallöhnen von geschätzt lediglich 2,1 Prozent sowie ein prognostizierter Anstieg des Reallohnes von lediglich 0,5 Prozent dürfte den Konsum der privaten Haushalte etwas bremsen. „Im Vergleich dazu lag der Reallohnanstieg 2015 bei 2,4 Prozent und 2016 bei 1,8 Prozent“, rechnet Mumm vor.

Erwerbstätigkeit in Deutschland steigt kräftig