Künstliche Intelligenz „Aktive Manager haben Vertrauen nicht belohnt“

Hiromichi Mizuno, Investment-Chef von Japans größtem Pensionsfonds, geht davon aus: Künstliche Intelligenz wird Asset Manager überflüssig machen.

18.12.2017 - 09:1018.12.17 - 09:20
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Norihiro Takahashi, Fonds-Chef des japanischen Government Pension Investment Fund: Mehr Aktien, mehr ESG
Norihiro Takahashi, Fonds-Chef des japanischen Government Pension Investment Fund: Mehr Aktien, mehr ESG© Getty Images

Hiromichi Mizuno ist seit Januar 2015 Investment-Chef des japanischen Government Pension Investment Fund (GPIF), mit 1,2 Billionen Euro Assets under Management einer der weltgrößten Pensionsfonds. Der Vermögensfonds dient der Finanzierung der Grundrenten in Japan. Seit seinem Dienstantritt hat Mizuno in enger Abstimmung mit dem Geschäftsführer des Fonds, Norihiro Takahashi, einige Änderungen an der strategischen Ausrichtung vorgenommen: Die Aktienquote wurde erhöht und ESG-Kriterien kommt bei der Auswahl der Assets eine entscheidende Rolle zu. Bloomberg hat mit Mizuno ein Interview geführt, das wir hier in Auszügen wiedergeben.

„Ich wäre nicht verwundert, wenn Google und Amazon zukünftig auch als Asset Manager tätig werden – viele Branchenteilnehmer dürften sich die Augen reiben, wenn es tatsächlich dazu kommt. ”

Hiromichi Mizuno, GPIF-CEO

Kurzfristiges Trading wird von Algorithmen übernommen

Mizuno wurde von den Bloomberg-Redakteuren nach großen Veränderungen in der Welt der Investments gefragt, die seiner Ansicht nach in den kommenden 10 Jahren bevorstehen. Seiner Meinung nach dürfte künstliche Intelligenz (artificial intelligence, AI) die Arbeit von Asset Managern deutlich vereinfachen, wenn nicht sogar obsolet machen – vor allem im Bereich kurzfristigen Tradings.