Long-short In fallenden Märkten Erträge erzielen

Klassische „Buy and hold“-Ansätze haben ausgedient. Mit alternativen Short-Strategien können Investoren auch bei sinkenden Kursen profitieren.

03.01.2017 - 14:0903.01.17 - 17:45
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James Clunie: Der Honorarprofessor an der University of Edinburgh leitet den Bereich Absolute Return bei Jupiter Asset Management und verwaltet den Jupiter Global Absolute Return SICAV
James Clunie: Der Honorarprofessor an der University of Edinburgh leitet den Bereich Absolute Return bei Jupiter Asset Management und verwaltet den Jupiter Global Absolute Return SICAV© Jupiter Asset Management

Dreimal lang, dreimal kurz. Mehrfach hintereinander gesendet, bezeichnet dies den internationalen Morse-Notruf SOS. So wie ein Morsecode über zwei verschiedene Zustände definiert wird, nämlich kurz und lang, stehen im Finanzjargon die englischen Begriffe „long“ und „short“ für eine Investmentstrategie, die mittlerweile in verschiedenen Anlagekonzepten zum Einsatz kommt.

Ziel ist es dabei, nicht nur die Chancen auf Wertzuwächse beziehungsweise Erträge an den Kapitalmärkten zu erhöhen, sondern auch die Rückschlagrisiken eines Portfolios zu mindern. In einem Umfeld steigender Schwankungen an den Märkten und aufgrund der durch die Notenbankpolitik des extrem billigen Geldes wegbrechenden Zinsen suchen viele Anleger Orientierung und quasi ein rettendes Ufer, an dem sie mit ihrer Kapitalanlage wieder Geld verdienen können.

Anders als im Morsealphabet stehen die Begriffe „lang“ und „kurz“ beziehungsweise „long“ und „short“ in der Anlegersprache vielmehr für die Richtung, in die sich die Kurse von Wertpapieren entwickeln. Im klassischen Verständnis des aktiven Managements von Anlageportfolios sollen Anleger an steigenden Notierungen von Anlageinstrumenten wie zum Beispiel Aktien, Renten, Rohstoffe oder Währungen verdienen.