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Raffinerie in Mexiko: Die Aussicht auf eine Verlängerung der OPEC-Förderbremse lässt den Ölpreis klettern

Ölpreis Korrektur beendet

Kurz vor der OPEC-Konferenz in Wien am 30. November klettert der Ölpreis kräftig auf ein Zwei-Jahres-Hoch. Händler spekulieren auf eine Verlängerung der künstlichen Angebotsverknappung ab März 2018.

22.11.2017 - 11:36 Uhr | Von:  in Märkte

Der Ölpreis hat im November kräftig zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verzeichnete in den vergangenen vier Wochen ein Plus von 9 Prozent und erreichte am Mittwoch mit 63,13 US-Dollar (53,86 Euro) den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Die amerikanische Sorte West-Texas-Intermediate (WTI) verteuerte sich seit Oktober ebenfalls um 9 Prozent, ein Barrel kostet aktuell 57,89 US-Dollar (49,33 Euro). Aufgrund des Preisauftriebs stiegen an der New Yorker Börse die Januar-Futures auf Öl um bis zu 2 Prozent.

Hintergrund der Öl-Korrektur ist das knappe Angebot. Die weltweiten Ölvorräte gingen dem American Petroleum Institute zufolge vergangene Woche um 6,36 Millionen Barrel zurück. Zudem sorgen Spekulationen um eine Verlängerung der Förderungskürzungen in den zur Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) gehörenden Ländern für eine steigende Nachfrage.

„Händler spekulieren auf weitere Angebotsverknappungen“

Am 30. November treffen sich die OPEC-Staaten in Wien, um über eine Ausweitung der Angebotskürzungen ab März 2018 zu entscheiden. Saudi-Arabien hat seine Rohölausfuhren im September auf den niedrigsten Stand seit März 2011 gesenkt. Dies geht aus offiziellen Daten hervor, die der globalen JODI-Öldatenbank übermittelt wurden.

„Es scheint, dass es für die Ölpreise nur nach oben gehen kann“, sagt Michael McCarthy, Chefstratege bei der Handelsplattform CMC Markets in Sydney. „Viele Händler spekulieren über das mögliche Ergebnis des OPEC-Treffens. Die Erwartungen sind hoch. Das könnte zu Enttäuschungen führen, wenn die OPEC und ihre Partner die Angebotskürzungen nicht verlängern.“