Makroökonomischer Ausblick Rückenwind für japanische Aktien

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Die Zentralbanken stehen bei der geldpolitischen Wende fast alle in den Startlöchern und sorgen so für Marktschwankungen. Nur die Bank of Japan lässt sich Zeit und befeuert dadurch den Aktienmarkt.

11.08.2017 - 15:4111.08.17 - 16:33
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Ein Geschäftsmann vor der Börse in Tokio. Das Abwarten der Bank of Japan beflügelt den japanischen Aktienmarkt
Ein Geschäftsmann vor der Börse in Tokio. Das Abwarten der Bank of Japan beflügelt den japanischen Aktienmarkt

Konjunktur: Gegenwind erwartet

Die globale Wachstumskraft lässt zwar etwas nach, trotzdem zeigen die konjunkturellen Frühindikatoren immer noch eine hohe wirtschaftliche Aktivität. In Europa läuft die Konjunktur weiterhin rund. Der Gegenwind wird jedoch durch den wieder erstarkten Euro zunehmen. In den USA spricht die zurückhaltende Investitionstätigkeit gegen eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums. China hat mit einem soliden Wachstum des Bruttoinlandsproduktes positiv überrascht. Im zweiten Halbjahr ist von einer leichten Abschwächung der Wachstumsdynamik auszugehen. Die Inflationsraten liegen weiterhin unter den Zielwerten der Zentralbanken. Obwohl der Druck zu einer zügigen geldpolitischen Wende noch gering ist, bereiten die Zentralbanken die Märkte bereits auf Anpassungen der Geldpolitik vor.

Geldpolitik sorgt für Volatilität

Die globale Konjunktur entwickelt sich derart robust, dass neben der US-Notenbank Federal Reserve mittlerweile auch andere Zentralbanken damit begonnen haben, die geldpolitische Wende vorzubereiten oder umzusetzen. In solchen Phasen reagieren die Kurse der einzelnen Anlageklassen für gewöhnlich mit erhöhten Schwankungen. Wenn sich die Konjunktur dann als widerstandsfähig erweist, setzen die eher risikobehafteten Anlageklassen ihren aufwärtsgerichteten Trend bei den Kursen fort. Insofern spricht die aktuelle Situation weiterhin für Aktien.