Makroökonomischer Kurzbericht Intakte Weltkonjunktur spricht für Aktien

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Die Weltwirtschaft trotzt den Unsicherheiten, die durch den Brexit, die Terroranschläge in Deutschland und Frankreich sowie durch den Putschversuch in der Türkei ausgelöst wurden. Das Marktumfeld bleibt risikofreudig – was eine Investition in Aktien empfehlenswert macht.

16.08.2016 - 10:5516.08.16 - 12:38
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Jan Sobotta, Leiter Vertrieb Ausland bei Swisscanto Invest
Jan Sobotta, Leiter Vertrieb Ausland bei Swisscanto Invest

In Großbritannien trüben sich derzeit die Stimmungsindikatoren ein. Die negativen Daten zur Realwirtschaft werden später folgen. In den USA fielen die Konjunkturdaten überraschend gut aus. Die Wachstumsbeeinträchtigung durch den starken US-Dollar und die schwache Auslandskonjunktur scheint zunehmend auszulaufen. In China wird sich das Wachstum im zweiten Halbjahr leicht abschwächen, das Wachstumsziel der Regierung von 6,5 Prozent dürfte jedoch erreicht werden.

Finanzmärkte

Dank der eindringlichen Statements der Zentralbanken und trotz Brexit, Terroranschlägen in Frankreich und Deutschland sowie des gescheiterten Putschversuchs in der Türkei, handelten die Finanzmärkte im Juli 2016 im „Risk-on“-Modus. Obwohl die US-amerikanische Notenbank aufgrund der Risiken im Zusammenhang mit dem Brexit-Entscheid vorerst mit weiteren Zinserhöhungen wartet, wird sie – unserer Meinung nach – diesbezüglich dennoch die Vorreiterrolle übernehmen; der US-Dollar wird im Vorfeld stärker notieren. Laut dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi sind zwar mögliche Anpassungen beim Anleihenkaufprogramm im Rat nicht diskutiert worden, Neuerungen sind bis Ende des Jahres 2016 jedoch wahrscheinlich.

Risikofreudiges Marktumfeld bleibt und begründet Investitionen in Aktien

Die weitreichenden (geo-)politischen Folgen des Brexit und des Putsches in der Türkei werden speziell für Europa vom Markt ignoriert. Solange sich der Putschversuch auf weitere geldpolitische Stimuli etlicher Notenbanken wie der Bank of England, EZB und Bank of Japan (BoJ) fokussiert, bleibt die risikofreundliche Stimmung an den Märkten erhalten. Zumal auch die amerikanische Notenbank vorderhand von Zinserhöhungen absieht. Neben der historisch einmaligen Liquiditätsversorgung und den seit der Finanzkrise etablierten Rettungsmöglichkeiten, die jetzt auch italienischen Banken zugutekommen werden, sprechen auch die grundsätzlich intakte Weltkonjunktur und positive Gewinnüberraschungen seitens der Unternehmen für Aktien.