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Jan Sobotta, Leiter Vertrieb Ausland bei Swisscanto Asset Management

ANZEIGE Makroökonomischer Kurzbericht Potenzial im US-Dollar-Anleihensegment nach Brexit

Für viele Industrieländer fällt die Wachstumsprognose nach dem Referendum der Briten schwächer aus als gedacht. Die US-Konjunktur kurbelt währenddessen die Weltwirtschaft an, sodass eine Rezession nicht zu befürchten ist.

11.07.2016 - 18:20 Uhr | in Swisscanto Invest

Für die Konjunktur und die Finanzmärkte gilt eine Sicht vor und eine Sicht nach dem Brexit. Zwar haben wir unsere Wachstumsprognosen für viele Industrieländer leicht reduziert, die Weltwirtschaft wird aber nicht in eine Rezession fallen. Der US-Konjunkturmotor wird nicht ins Stottern geraten. Wir gehen indes davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in Großbritannien Ende 2016 in den negativen Bereich rutscht. Die Eurozone ist von dieser Entwicklung stärker betroffen als andere Weltregionen.

Der direkte Einfluss des Brexit auf die Schwellenländer wird insgesamt gering sein. Am stärksten betroffen sind die osteuropäischen Staaten und Südafrika.

Finanzmärkte

Die US-Notenbank Fed wird nach dem Entscheid der britischen Stimmbürger keine Zinserhöhung im zweiten Halbjahr wagen. Das britische Pfund wird nachhaltig schwach bleiben und die schon vor dem Brexit-Referendum zu beobachtende Kapitalflucht aus britischen Anlagen von Ausländern bekommt Aufwind. Hiervon wird vor allem der US-Dollar profitieren.

Anlagepolitik

Das größte Potenzial sehen wir weiterhin im US-Dollar-Segment. Europäische Dividendenpapiere hingegen sind nach dem 23. Juni 2016 weniger interessant.

Notenbanken bleiben aktiv

Um Marktverwerfungen zu verhindern, werden die großen Notenbanken auch in den nächsten Tagen ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen. Die US-Notenbank Fed wird mit Zinserhöhungen warten und die Europäische Zentralbank (EZB) wird dafür sorgen, dass sich die Spreads der Peripherieländer nicht stark ausweiten.