Makroökonomischer Kurzbericht US-Dollar-Anleihen mit mehr Potenzial als europäische Pendants

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Zwar haben die US-Konjunkturdaten zuletzt enttäuscht, insgesamt befindet sich der Markt jedoch auf einem stabilen Niveau. Ob das so bleibt wird vor allem die US-Präsidentschaftswahl bestimmen.

18.10.2016 - 11:3418.10.16 - 17:26
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Jan Sobotta, Leiter Vertrieb Ausland bei Swisscanto Invest
Jan Sobotta, Leiter Vertrieb Ausland bei Swisscanto Invest

Die Gründe für die schwächelnde US-Wirtschaft liegen unter anderem im recht starken US-Dollar und in einer schwachen Auslandsnachfrage. Die politischen Risiken im Inland und auf globaler Ebene haben auch dazu beigetragen. In China scheinen die Stimuli zu wirken und die Wachstumsabschwächung dürfte geringer ausfallen als erwartet. Die Wachstumsstabilisierung in den Schwellenländern setzt sich fort. In Brasilien und Russland mehren sich die Anzeichen, dass beide Länder demnächst wirtschaftlich aufblühen.

Europäische Zentralbank stützt die Märkte

Sofern sich die US-Wirtschaft wie erwartet nach ihrer Sommerschwäche fängt und sich die Verlangsamung der Wirtschaft in der Eurozone nicht fortsetzt, wird eine Zinsanhebung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Dezember 2016 wahrscheinlicher. Aufgrund der Wachstumserwartungen für die Eurozone und der politischen Unsicherheiten wird die Europäische Zentralbank (EZB) alles tun, um die Konjunktur zu stützen. Die Fortsetzung des Anleihen-Kaufprogramms ist nur aufgeschoben.

Freundliche Marktstimmung im Vorfeld der US-Wahl

Der September war sowohl aus geld- als auch aus anlagepolitischer Sicht ein herausfordernder Monat. Auch im Oktober stehen die Zeichen auf Risiko. Da die Risiken – vor allem im Hinblick auf die bevorstehenden US-Wahlen am 8. November – jedoch nicht abgenommen haben und für Mitte Dezember eine US-Zinsanhebung in Aussicht gestellt wurde, halten wir am defensiven Charakter unserer Portfolios fest.