Eyb & Wallwitz-Podcast „Man kann auch mit Anleihen aus Europa positive Realrenditen erzielen“

31.01.2022 - 10:4231.01.22 - 14:13
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Warum sind im aktuellen Marktumfeld Anleihen aus Tschechien und Polen für Investor:innen spannend? Diese und weitere Fragen diskutieren Ernst Konrad, Kristina Bambach und Andreas Fitzner im neuesten Podcast von Eyb & Wallwitz.

Je größer die Schwankungen am Markt, desto wichtiger sind Anleihen als stabilisierender Faktor – historisch gesehen zumindest. Aber gilt das auch heute noch? „In der Vergangenheit haben Investoren:innen klassischerweise auf bonitätsstarke Staatsanleihen, also Bundesanleihen und US-Anleihen zurückgegriffen. Diese erfüllen jedoch nur noch teilweise ihren Zweck“, betont Ernst Konrad, Portfoliomanager bei Eyb & Wallwitz. Hintergrund ist das veränderte Zins- und Inflationsregime. Die Erwartungen an die künftige Teuerung sind hoch und die Leitzinsen dürften steigen. Das hat im 4. Quartal 2021 dem Anleihemarkt zugesetzt. „Der Diversifikationseffekt ist nicht mehr so gut, wie er einst war“, so Konrad.

Was also können Anleger:innen im festverzinslichen Bereich tun, um noch positive Realrenditen zu erwirtschaften? „Die erste Stellschraube ist, das Kreditrisiko zu erhöhen, also weniger AAA-Staatsanleihen, sondern mehr in Hochzinsanleihen zu gehen“, erklärt Andreas Fitzner, Portfoliomanager bei Eyb & Wallwitz. „Ab dem BB-Rating kann man in Europa positive Realrenditen erwirtschaften.“ Eine weitere Stellschraube wäre die Laufzeit – je länger, desto höher die Verzinsung.

Polen und Tschechien als interessante Alternativen

„Wir haben für unser konservatives Depot jüngst Anleihen in anderer Währung neu eingekauft“, erläutert Fitzner. Hier böten sich Länder an, die bereits Zinserhöhungen eingeleitet haben. „In dem Phaidros Funds Conservative (ISIN: LU0504448563) haben wir zwei Anleihen aufgenommen: Aus Polen und Tschechien. In Polen haben wir noch nicht einmal die Staatsanleihe genommen, sondern die der European Investment Bank, also ein EU-Kreditrisiko mit der polnischen Zinskurve. Natürlich gibt es politische Länderrisiken. Doch mit Polen und Tschechien haben wir zwei Länder, die sehr eng mit der Eurozone verwoben sind. Das Währungsrisiko ist hier überschaubar“, erklärt Fitzner.

In beiden Ländern haben die Zentralbanken bereits im Sommer 2021 damit angefangen, die Zinsen zu erhöhen. In Polen sei das Zinsniveau mehr als 3 Prozent höher als in Europa insgesamt. „Das ist etwas, dass die Währung eher unterstützen sollte“, betont Fitzner. „Zusätzlich gibt es aufgrund des Ukraine-Konflikts eine höhere Risikoprämie“, ergänzt Konrad.

Anders als in Tschechien und Polen steht die erste Zinserhöhung in den USA noch bevor. Was bedeutet das für Anleihen? Diese und weitere Fragen beantworten die Experten von Eyb & Wallwitz in ihrem neuesten Podcast. Jetzt reinhören!