Marktkommentar ASEAN – ist die Erholung nachhaltig?

Die Aktienmärkte innerhalb des Verbands Südostasiatischer Nationen, kurz ASEAN, zeigen seit Jahresbeginn eine erfreuliche Entwicklung. Ob es so weiter geht, hängt maßgeblich von den Rohstoffpreisen und Chinas wirtschaftlicher Stabilität ab.

09.06.2016, aktualisiert 15.06.2016 - 16:5315.06.16 - 16:53
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Gillian Kwek, Fondsmanagerin des Fidelity ASEAN Fund
Gillian Kwek, Fondsmanagerin des Fidelity ASEAN Fund© Fidelity

Seit Anfang des Jahres hat an den Aktienmärkten der ASEAN-Staaten eine Erholung eingesetzt. Für gute Stimmung sorgten fiskalische Lockerungsmaßnahmen in Asien und Europa sowie die Zinszurückhaltung in den USA.

Wieder steigende Rohstoffpreise und Regionalwährungen stellten die Weichen für bessere Handelsbedingungen, niedrigere Inflations- und Zinsraten, steigende Kaufkraft sowie höhere Gewinnmargen in der Region. Ein Übriges tat die Verkaufswelle an den chinesischen Aktienmärkten, die Anleger in ASEAN-Aktien umschichten ließ.

Die mittel- und langfristige Entwicklung der ASEAN-Märkte wird entscheidend vom wirtschaftlichen Wohlergehen Chinas und von den Rohstoffpreisen abhängen. Aber insgesamt schätze ich die Wachstumsaussichten für die Region über die kommenden Jahre günstig ein.

Auch künftig dürften die ASEAN-Volkswirtschaften schneller wachsen als die Weltwirtschaft. Hierfür gibt es zahlreiche Gründe wie die demografische Entwicklung, die soliden Staatshaushalte, günstige Inflationstrends und konsumfreudige Verbraucher. Wichtige Impulse gehen zudem von der im letzten Jahr gegründeten Wirtschaftsgemeinschaft ASEAN Economic Community (AEC) aus. Ich rechne dank ihr mit einer Ausweitung des regionalen Handels und der ausländischen Direktinvestitionen in die Region.