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Tine Choi, Danske Invest: „Präsident Erdoğan hat immer mehr Macht erhalten und umgibt sich nicht unbedingt mit den besten Wirtschaftsberatern'

Marktkommentar von Danske Invest Wie schlimm ist die Krise in der Türkei wirklich?

Die türkische Wirtschaft und die Währung des Landes sind in Schieflage geraten. Jetzt rollen Schockwellen durch die globalen Kapitalmärkte. Tine Choi, Chefstrategin bei Danske Invest, erläutert, was das für Anleger bedeutet.

22.08.2018 - 11:57 Uhr | Von:  in Märkte

„Die Amerikaner haben den Dollar, doch wir haben unseren Gott.“ Diesen Ausspruch tätigte der türkische Präsidenten Recep Erdoğan, als er unlängst versuchte, im Volk seines Landes Optimismus zu verbreiten. Doch selbst den höheren Mächten steht eine schwierige Aufgabe bevor, da die Türkei in eine ernste Schieflage geraten ist, die die türkische Lira in den freien Fall geschickt und negative Stimmung an den globalen Kapitalmärkten verbreitet hat.

Erdogan will alle Reserven mobilisieren

Erdoğan hat außerdem seine Landsleute dazu aufgefordert, Gold zu verkaufen und alle privat gehorteten US-Dollarnoten in türkische Lira zu wechseln, um so die lokale Währung zu stützen. Eher ein Ausdruck der Ohnmacht, denn ein aussichtsreiches Konzept zur Krisenbewältigung.

Die Wurzel der Probleme

Die türkische Lira hat im vergangenen Jahr gegenüber dem US-Dollar etwa die Hälfte ihres Wertes verloren. In diesen Tagen verzeichnet sie enorme Schwankungen – nicht nur auf Tagesbasis, sondern stündlich. Dabei zählte das Land in den vergangenen Jahren zu den dynamischsten Volkswirtschaften der Welt, noch 2017 lag das Wachstum bei 7,4 Prozent. Wie konnte es also soweit kommen?