Marktmeinung Alles klar auf dem sinkenden Schiff!

Das Jahr begann an der Börse wirklich sehr gut, da gibt es keinen Zweifel. Paradoxerweise lässt uns dies jedoch mehr Zeit zu überlegen, was in den kommenden Monaten schieflaufen könnte. Gründe zur Sorge gibt es genug. Die meisten Anlageklassen weisen historisch hohe Bewertungen auf.

10.03.2017, aktualisiert 14.03.2017 - 16:1614.03.17 - 16:16
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Fabrizio Quirighetti leitet das Multi Asset Team von SYZ Asset Management
Fabrizio Quirighetti leitet das Multi Asset Team von SYZ Asset Management

Hier einige Beispiele die uns Sorgen bereiten: die Zukunft der Eurozone, der politische Zirkus vom US-Präsidenten Donald Trump, wiederkehrende Enttäuschungen in Sachen Konjunkturwachstum – wenn das aktuelle Reflationsumfeld erneut einfallen sollte – ein wiederholtes Aufkommen des Inflationsrisikos und eine (ungerechtfertigte oder unerwartete) Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Federal Reserve Fed). Kurz und knapp, die Anleger gehen wie auf Eiern.

Und die amerikanischen Staatsanleihen spielen verrückt! Es ist schon überraschend, dass angesichts einer eher aggressiven Haltung der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen gegenüber dem amerikanischen Senat und alle Erwartungen übertreffender Inflationszahlen sowie einer sich daraufhin beschleunigenden US-Industrie, die Reaktionen ausblieben.

Entweder hat der Anleihenmarkt bereits einen Großteil der Konjunkturaufhellung sowie deren Auswirkung auf die Geldpolitik der Fed eingepreist, was gut möglich ist, wenn man die extrem negative Haltung der Spekulanten gegenüber diesen Instrumenten berücksichtigt. Oder die Märkte legen eine gewisse Gefälligkeit oder Blindheit an den Tag.

Nur noch wenig Fallschirme für Anleger

Gleichzeitig gibt es allerdings nicht mehr allzu viele Vermögenswerte, die für die Portfolios als Fallschirm genutzt werden könnten und deren Bewertungen in den vergangenen Monaten an Attraktivität gewonnen haben – insbesondere bei sich sprunghaft entwickelnden Börsen.