Windkraft Mehr als ein laues Lüftchen

Die Kapazitäten für Windenergie sind in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. In keinem anderen europäischen Land spielt die Energieform eine größere Rolle. Jetzt stockt der Ausbau aber.

16.06.2021 - 16:0316.06.21 - 16:12
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Windräder in Nordrhein-Westfalen
Windräder in Nordrhein-Westfalen: Windkraft hat in Deutschland den größten Anteil am Strommix© IMAGO / Olaf Döring

Der Anteil der Windenergie an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland lag im vergangenen Jahr bei 23,5 Prozent – das war viermal so viel wie im Jahr 2010, wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt.

Innerhalb der erneuerbaren Energien, die 45 Prozent zur Stromproduktion beitragen, ist On- und Offshore-Windkraft die bedeutendste Energiequelle. Es folgen Photovoltaik mit 9 und Biomasse mit 8 Prozent.

Bezieht man fossile Energieträger in die Betrachtung ein, liegt Windkraft immer noch auf Platz 1 – vor Braunkohle mit einem Anteil von 19 Prozent und Erdgas (15 Prozent).

Im europäischen Vergleich ist Deutschland das Land mit der höchsten Stromerzeugung aus Windenergie, gefolgt von Großbritannien, Spanien und Frankreich. Seit einigen Jahren kommt der Ausbau der Windkraftanlagen hierzulande jedoch nur noch schleppend voran. Ein Grund dafür sind lange Genehmigungsverfahren.