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BVI-Geschäftsführer Thomas Richter: „Im neuen Jahr droht Fondskäufern ein Flickenteppich an widersprüchlichen Informationen.“

MiFID II BVI warnt vor Regel-Chaos

Ab 1. Januar 2018 soll MiFID II den Verbraucherschutz verbessern. Experten des deutschen Fondsverbands BVI weisen jedoch kurz vor Inkrafttreten der Richtlinie auf widersprüchliche Informationen für Investoren hin.

21.12.2017 - 09:27 Uhr | Von:  in Beratermeinungen

Der deutsche Fondsverband BVI warnt angesichts der 2018 in Kraft tretenden MiFID-II- und PRIIPs-Regeln vor einem Informations-Chaos für Anleger.

Die PRIIPs-Verordnung schafft einen neuen Informationsstandard für alle verpackten Anlageprodukte (Packaged Retail and Insurance-based Investment Products - PRIIPs). Als „verpackt“ gelten Produkte, die das Geld der Investoren indirekt am Kapitalmarkt anlegen oder deren Rückzahlungsanspruch in sonstiger Weise an die Wertentwicklung bestimmter Papiere oder Referenzwerte gekoppelt ist. Dazu gehören insbesondere Investmentfonds, kapitalbildende Lebensversicherungen und Zertifikate.

„Ein Flickenteppich aus Informationen“

„Im neuen Jahr droht Fondskäufern ein Flickenteppich an widersprüchlichen Informationen“, sagt Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI. „Je nach Vertriebsweg erhalten sie dann zu ein und demselben Fonds bis zu vier unterschiedliche Dokumente, deren Inhalte sich in wesentlichen Punkten widersprechen. Das wird die Verbraucher eher verwirren als aufklären.“

Der BVI plädiert deshalb dafür, die von der EU-Kommission und den europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) erlassenen Regeln zu überarbeiten. Dazu Richter: „MiFID und PRIIPs haben 2012 als sinnvolle Vorhaben zum Verbraucherschutz begonnen, sich dann aber im weiteren Prozess zu administrativen Monstren entwickelt. Die EU-Gesetzgeber haben Maß und Ziel verloren und sollten die Auswüchse schnell korrigieren. Für PRIIPs könnte das schon bei der anstehenden Überprüfung Ende 2018 geschehen.“