Themen-ETFs Mit Cybersicherheit Rendite machen

Betrug, Spionage, Erpressung: Die Zahl digitaler Schadsoftware ist in Deutschland weiter massiv gestiegen. Das geht aus einem Bericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik hervor. Der Kampf gegen Hacker und Datendiebe dürfte die kommenden Jahre bestimmen – Anleger können zur Bewältigung des Problems beitragen.

26.10.2021, aktualisiert 28.10.2021 - 09:5428.10.21 - 09:54
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Die Welt wird immer digitaler
Die Welt wird immer digitaler: Angesichts der stark zunehmenden Cyberkriminalität sind Investitionen in die Sicherheit der Netze für Unternehmen überlebenswichtig© imago images / Jochen Tack

Cyberkriminelle sind weiter auf dem Vormarsch: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat von Juni 2020 bis Ende Mai 2021 144 Millionen neue Varianten von Schadsoftware entdeckt – 22 Prozent mehr als im vorherigen Berichtszeitraum. Alleine an einem einzigen Tag waren es 553.000 und damit so viele wie nie zuvor (siehe Grafik).

„Die IT-Sicherheitslage in Deutschland war im aktuellen Berichtszeitraum insgesamt angespannt bis kritisch“, heißt es vonseiten des BSI. Grund hierfür sei die deutlich professionellere Vorgehensweise von Cyberkriminellen, die aufgrund ihrer technischen Möglichkeiten dazu fähig sind, Schwachstellen auszunutzen. „Informationssicherheit muss einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen und zur Grundlage aller Digitalisierungsprojekte werden“, lautete eine Forderung im aktuellen Lagebericht.

Cyberangreifer nutzten Corona aus

Nach wie vor spiele der Faktor „Mensch“ als Einfallstor für Angriffe eine wichtige Rolle. Die Unsicherheit und Überforderung durch die Pandemie sowie der reale und empfundene Zeitdruck seien im Berichtszeitraum von Angreifern ausgenutzt worden, um Opfer durch Phishing-Angriffe und andere Betrugsformen zur Herausgabe sensibler Informationen oder personenbezogener Daten zu bewegen. Ebenso führten Daten-Leaks, Cyber-Angriffe auf Videokonferenzen, schlecht abgesicherte VPN-Server oder der Einsatz privater IT im beruflichen Kontext zu Sicherheitsvorfällen.

Grafik: Cyber-Erpressungen entwickeln sich zur größten Bedrohung

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Erfolgreiche Digitalisierung braucht Cybersicherheit

„Die Digitalisierung wird mit all ihren Vorzügen weiter voranschreiten. Wenn wir dabei aber weiterhin die Informationssicherheit vernachlässigen, werden wir niemals das volle Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen können. Mehr noch: Im schlimmsten Fall werden viele Projekte scheitern“, mahnt BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Dass Deutschland in Sachen Digitalisierung insgesamt noch Aufholpotenzial hat, geht aus einer Untersuchung des European Center for Digital Competitiveness (ECDC) hervor. Für die Bundesrepublik reichte es im Europa-Vergleich nur für den vorletzten Platz. Schlechter schnitt nur Albanien ab. „Es wird zwar viel über Digitalisierung gesprochen, aber es passiert zu wenig“, kommentiert Philip Meissner, Studienleiter des Digital Riser Reports das Ergebnis.

Besonders Investitionen in den Datenschutz seien für Unternehmen überlebenswichtig. Obwohl die Ausgaben für entsprechende Dienstleistungen und Produkte von Jahr zu Jahr steigen, gibt es hier noch viel Luft nach oben. Aus einer Studie der Sicherheitssoftwarefirma McAfee geht hervor, dass Cyberkriminalität die Weltwirtschaft jedes Jahr mehr als 1 Billion US-Dollar kostet – das entspricht knapp 1 Prozent des globalen Bruttoinlandprodukts (BIP).

Cybersicherheit als Investmentchance

Durch die wachsende Zahl von Hackerangriffen steigt der Bedarf an Cybersicherheit weltweit. Das spiegelt sich bei einigen börsennotierten Unternehmen bereits in den Aktienkursen wider. Mit entsprechenden  Fonds und ETFs können Investoren am Boom der Branche teilhaben.

Wir stellen euch fünf ETFs vor, die sich mit dem Thema Cybersicherheit beschäftigen. Dabei haben wir nur große ETFs berücksichtigt, die mindestens 10 Millionen Euro Volumen auf die Waage bringen. Grundlage bilden die Daten in unserer Fonds-Suche. Da es sich zum Teil um relativ junge Fonds handelt, die über keinen entsprechend langen Track-Record verfügen, sind sie nach Auflegungsdatum sortiert (Quelle: FWW Fundservices GmbH, Wertentwicklung jeweils in Euro. Stand: 25. Oktober 2021).

Hinweis: Es handelt sich hierbei um keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung. Die Geldanlage am Kapitalmarkt ist mit Risiken verbunden. Aus Wertentwicklungen in der Vergangenheit lässt sich nicht auf künftige Wertentwicklungen schließen.

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