Multi-Asset-Investment-Ausblick von Schroders Das tropisch-feuchte Singapur schlägt kühles Gold

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Im monatlichen Investment-Ausblick von Schroders, der die Einschätzungen des Multi-Asset-Teams des Vermögensverwalters wiedergibt, zeigt sich: Die Bewertungen einzelner Assets wurden heruntergestuft, die Schwellenmärkte hingegen bleiben weiter interessant.

18.05.2018, aktualisiert 31.05.2018 - 17:5531.05.18 - 17:55
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Straßenszene in Singapur: In der „Löwenstadt“ werden sich am 12. Juni US-Präsident Trump und Nordkorea-Führer Kim Jong Un treffen.
Straßenszene in Singapur: In der „Löwenstadt“ werden sich am 12. Juni US-Präsident Trump und Nordkorea-Führer Kim Jong Un treffen. © Getty Images

Im Abstand von vier Wochen veröffentlicht der Vermögensverwalter Schroders Einschätzungen zur Entwicklung von einzelnen Assetklassen, darunter Aktien, Anleihen, Hochzinsanleihen, Rohstoffe und Währungen. Wir haben uns die Chancen von Aktien und Rohstoffen herausgegriffen und fassen die Schroders-Befunde kurz zusammen.

Aktienanleger finden Chancen in Singapur und in Schwellenmärkten

Aktien bewegen sich in den USA weiterhin auf hohem Bewertungsniveau. Schroders geht jedoch davon aus, dass die Unternehmensgewinne im laufenden Jahr weiterhin hoch ausfallen – zum Teil getrieben von der US-Steuerreform und zunehmenden Aktienrückkäufen.

In Europa dürfte das starke Wachstum anhalten, könnte durch einen wieder stärkeren Euro jedoch leicht abgeschwächt werden.

Die Einstellung zu britischen Aktien bleibt unverändert neutral. Hintergrund sind die Unwägbarkeiten des Brexit. „Es finden sich andernorts bessere Chancen“, so die Multi-Asset-Analysten von Schroders.

Investment-Chancen in Japan haben sich im Mai leicht eingetrübt. Es wird aktuell kein Katalysator gesehen, der die Gewinne der Unternehmen verstärken könnte und Japan über andere Regionen in der Welt hinauswachsen lässt.

Schroders sieht im Pazifikraum ohne Japan Singapur als aussichtsreichsten Markt für Investments an. Hier spielen Anlegern, genau wie in den USA, nach oben revidierte Gewinnaussichten der Unternehmen in die Karten. Zugleich erscheinen die Bewertungsniveaus noch nicht überhöht.

Mit Blick auf die Schwellenmärkte bleiben die Schroders-Analysten bei ihrer Haltung: Die Perspektiven sind vielversprechend. Das Wachstum werde sich weiter beschleunigen, während die Bewertungen weiterhin attraktiv bleiben.  

Energie und Industriemetalle aussichtsreich 

Hinsichtlich der Energiepreise bleibt Schroders zuversichtlich. Die wieder hochkochenden Spannungen im Nahen Osten und der Kollaps der Ölproduktion in Venezuela sollten die Preise anschieben.

Gegenüber Gold bleibt Schroders pessimistisch: Das Edelmetall dürfte in einem Umfeld steigender Zinsen und eines aufwertenden US-Dollars unter Druck bleiben.

Industriemetalle wiederum werden als aussichtsreich gesehen. Das synchrone globale Wachstum und eine starke, stabile Konjunktur in China stützen die Nachfrage.

Gut sehen auch die Chancen für Agrarrohstoffe aus: Die Balance von Angebot und Nachfrage verschiebt sich zu Letzterem.