Multi-Asset-Kommentar von Schroders Der aktuelle Kreditzyklus - Entwicklung und Stand

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Das Schroders Multi-Asset-Team zu aktuellen Sichtweisen und Einschätzungen bezüglich Multi-Asset-Anlagen sowie zum Kreditzyklus.

24.11.2015 - 10:0124.11.15 - 11:11
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Der aktuelle Kreditzyklus - Entwicklung und Stand
© Pixabay

Beim Blick auf den Kreditzyklus sollte man sich an ein Zitat von Howard Marks erinnern: „Regel Nummer eins: So gut wie alles im Leben ist zyklisch. Regel Nummer zwei: Die größten Chancen haben sich immer dann ergeben, wenn andere Regel Nummer eins vergessen.“1

Die schmerzlichen Verluste in 2008 zeigen allerdings, dass zu diesem Zeitpunkt nur sehr wenige Regel Nummer eins vergessen haben. Das gilt speziell mit Blick auf die Belastungen im Energiesektor infolge der Rohstoffschwäche, den Druck, unter den einige große Namen in den USA und Europa geraten sind, und das zunehmende Länderrisiko in den Schwellenländern (Russland, Brasilien, China).

Ist dies der Anfang vom Ende des aktuellen Zyklus?

Weltweit versuchen Investoren mit Fokus auf Unternehmensanleihen zu ermitteln: Ist dies der Anfang vom Ende des aktuellen Zyklus? Oder handelt es sich nur um eine Pause zwischendurch, die denen eine Chance bietet, die so oder so den Wert erkennen? Komplizierter wird diese Frage noch durch die Rolle der divergierenden Notenbankpolitik und eine immer stärkere Handelsliquidität, die den Vergleich mit früheren Zyklen noch sehr viel schwieriger macht. Diesmal könnte es tatsächlich anders sein.

Es gibt viele Möglichkeiten, den Kreditzyklus zu definieren. Doch für sein Ende müssen definitiv mindestens drei Faktoren gegeben sein: schlechte Rahmenbedingungen für die Kreditvergabe, steigende Risikoaversion und ein Auslöser. Der Auslöser lässt sich stets nur schwer voraussagen. Und mit Sicherheit befinden wir uns in einem Stadium der erhöhten Risikoaversion, was sich in der weltweiten Zunahme der Volatilität und prozyklischen Bewertungen spiegelt. Daher haben wir bei unserer Analyse versucht, die Messgrößen unter die Lupe zu nehmen, die für uns bestimmend sind für schlechte Rahmenbedingungen.

1 Quelle: Marks, H. (2011) The Most Important Thing Illuminated: Uncommon Sense for the Thoughtful Investor, New York: Columbia University Press