Multi-Asset-Strategien „Ein einfaches Konzept ist wichtiger denn je“

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Die Unsicherheit an den Märkten hält an. Diversifikation ist das Zauberwort, ist Stephan Hoppe, Director Investment Strategy bei Standard Life Deutschland und Österreich, überzeugt. Der Versicherer bietet im Multi-Asset-Bereich zwei unterschiedliche Fondsfamilien an.

24.08.2016, aktualisiert 06.09.2016 - 17:3206.09.16 - 17:32
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Stephan Hoppe, Director Investment Strategy bei Standard Life Deutschland und Österreich
Stephan Hoppe, Director Investment Strategy bei Standard Life Deutschland und Österreich

der fonds: Multi-Asset-Fonds sind in Deutschland seit mehreren Jahren der Verkaufsschlager schlechthin. Was macht die Fonds so beliebt?

Stephan Hoppe: Die globalen Finanzmärkte hatten seit dem Jahrtausendwechsel viele Herausforderungen zu meistern. Vom Platzen der Technologieblase über Bilanzskandale noch nie dagewesenen Ausmaßes bis hin zur Finanzmarktkrise und der Eurokrise. In solchen Stressphasen haben Anleger vor allem eines schmerzhaft gelernt: Das Kapital sollte nie in eine einzelne Anlageform gesteckt werden, egal wie lukrativ diese auch erscheinen mag. Risiken sollten da gestreut sein. Da anzunehmen ist, dass die Unsicherheiten an den Finanzmärkten noch eine Zeit andauern, ist die Aufteilung über mehrere Anlageklassen wichtiger denn je.

Das hört sich einfach an, geht aber oft schief.

Hoppe: Ja, hier steckt der Teufel im Detail. Es kostet viel Zeit, sich ausführlich über einzelne Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Ländern zu informieren. Dann kommt noch das große Universum der Anleihen hinzu. Die Fondsindustrie hat dies sehr schnell gelernt und Mischfonds unterschiedlicher Couleur auf den Markt gebracht, auch solche mit Absolute-Return-Ansatz. Das Multi-Asset-Segment hat gezeigt, dass es funktioniert. Nur die Fonds, die ihre langfristigen Renditeziele erreicht haben, konnten entsprechende Mittelzuflüsse generieren und zählen somit zu den Lieblingen der Anleger.

Multi-Asset ist ein breites Feld. Was verstehen Sie bei Standard Life darunter?

Hoppe: Wir haben zwei Produktfamilien im Angebot. Das sind zum einen unsere Absolute-Return-Fonds. Der älteste Fonds und das Flaggschiff ist der Global Absolute Return Strategies Fonds, kurz GARS. Das GARS-Konzept wurde ursprünglich von unserem Investmenthaus Standard Life Investments für die Mitarbeiter-Altersvorsorge entwickelt und ist darauf ausgerichtet, sein Renditeziel mit möglichst wenigen Schwankungen zu erreichen. Der Fonds strebt 5 Prozent pro Jahr über Geldmarkt  als Performanceziel vor Kosten auf rollierendem Drei-Jahres- Zeitraum bei unterschiedlichen Marktbedingungen an. Defensiver ist der Absolute Return Global Bond Strategies Fonds (ARGBS), der eine Rendite in Höhe des Geldmarktzinses plus 3 Prozent erreichen will. Deutlich offensiver agiert der Global Focused Strategies (GFS) –  er strebt ambitionierte 7,5 Prozent über Geldmarkt an. Die Renditeziele verstehen sich alle pro Jahr vor Kosten über einen rollierenden Drei-Jahres-Zeitraum bei unterschiedlichen Marktbedingungen.