Multi-Asset-Portfolios Aktien, Immobilien und alternative Anlagen gegenüber Anleihen bevorzugt

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Global rechnen wir trotz der Abschwächung in China mit einem weiterhin robusten Wachstum. Zwar sind auch in den USA zuletzt die Wirtschaftszahlen durchzogen ausgefallen. Insbesondere ging die Zahl der neu geschaffenen Stellen zurück. Auf der anderen Seite gibt es aber auch ermutigende Signale, beispielsweise auf der Konsumentenseite.

11.11.2015, aktualisiert 17.11.2015 - 16:5717.11.15 - 16:57
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Beat Gerber, Leiter Balanced Mandate bei Zürcher Kantonalbank
Beat Gerber, Leiter Balanced Mandate bei Zürcher Kantonalbank© Swisscanto

Europa: Gute Wirtschaftsdaten

Europa scheint im Moment von der Abschwächung in den Schwellenländern nicht tangiert zu sein. Das Industrievertrauen erreichte den höchsten Stand seit Juli 2011, das Detailhandelsvertrauen war seit Dezember 2010 nie mehr so positiv, und das Dienstleistervertrauen war sogar so gut wie seit Oktober 2007 nicht mehr.

Geldpolitik: Weiter expansiv

Die globale Inflation wird unter anderem wegen der nachlassenden Rohstoffpreise und der Abwertung in China weiterhin äußerst niedrig bleiben und somit unter den Zielwerten der Notenbanken verharren. Darum führen diese ihre expansive Geldpolitik fort. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bereits angekündigt, dass sie zu weiteren Lockerungsmaßnahmen bereit ist. Dasselbe hat die Bank of Japan betont – dies vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Verbraucherpreise unter Ausklammerung von Öl erstmals seit Langem wieder gefallen sind. In den USA dürfte die erste Leitzinserhöhung frühestens im Dezember, eventuell sogar erst im Jahr 2016 erfolgen.

China: Keine harte Landung

In China gehen wir nicht von einer harten Landung aus. Der offizielle Verlaufsindikator für das verarbeitende Gewerbe liegt zwar bei 49,8, im Dienstleistungssektor aber noch bei 53,4. Die Regierung wird stimulierende Maßnahmen beschließen, sobald sich das Wachstum über Gebühren verschlechtert.

Aktien: Gewinner der lockeren Geldpolitik

Gewinner der lockeren Geldpolitik bleiben Aktien. Sie sind im Vergleich zu Anleihen nach der Korrektur noch attraktiver bewertet. Die Unternehmen wiesen in der letzten Berichtssaison ansprechende Gewinnzahlen aus, welche die Erwartungen der Analysten mehrheitlich zu übertreffen vermochten. Die Bilanzen der Firmen sind überwiegend gesund, die Aussichten bei den Gewinnen intakt. Die extrem tiefen Zinsen erhöhen den Druck der Investoren auf der Suche nach Rendite und werden Aktien weiterhin Support geben. Die Stimmung unter den Anlegern ist nach den letzten Korrekturen von Unsicherheit geprägt, was grundsätzlich besser ist, als wenn zu große Euphorie herrscht.