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„Hochzinsanleihen und Unternehmensanleihen haben wir reduziert“

04.09.2017 15:13 Uhr | Von: 

Ist der schwächere US-Dollar für die Income-Strategie problematisch?

Tanzmeister: Die Unternehmensgewinne könnten infolge von Währungsschwankungen etwas zurückgehen. Dies würden wir allerdings eher bei der Titelauswahl berücksichtigen, als aus diesem Grund unsere Top-down-Vermögensallokation zu ändern. Wenn auch für europäische Unternehmen mit beträchtlichen Umsatzerlösen auf US-Dollar-Basis möglicherweise negative Auswirkungen zu erwarten sind, ändern die Währungsschwankungen den Trend für Europa nicht, wo wir ja ein positives Wachstumsumfeld sehen.

Und ein schwächerer US-Dollar ist für Aktien aus Schwellenländern, bei denen die Bewertungen attraktiv erscheinen, nach wie vor ein positiver Faktor. Da Währungen allerdings kein Einkommen generieren, sind sie kein aktives Element unserer Anlagestrategie. Für den gesamten Fonds betrachtet, minimieren wir die Einflüsse der Währungen durch eine Absicherung der Anlagen in Euro. Nur Anlagen in Schwellenländerwährungen sichern wir nicht ab, da dies nicht kostengünstig möglich ist.

Eine letzte Frage: Wieso ist eine ertragsorientierte Income-Strategie nach wie vor sinnvoll?

Tanzmeister: Wir sind überzeugt, dass die Suche nach Ertrag für viele Anleger auch weiterhin ein zentrales Thema bleibt. Denn auch in einem Umfeld der stufenweisen Zinsschritte ist nicht davon auszugehen, dass die Zinsen die Niveaus erreichen werden, die Anleger in der Vergangenheit gewohnt waren.

Deshalb ist es auch weiterhin essenziell, auf diversifizierte Ertragsquellen zu setzen. Zudem hat sich der Ertrag zu einem zunehmend wichtigen Bestandteil der Gesamtrendite entwickelt. Traditionell haben die Anleger ihre Portfolios auf Anleihen und Aktien aufgeteilt und dabei vom Anleihenanteil stabile Erträge und ein gewisses Maß an Sicherheit erwartet, wohingegen der Aktienanteil ein gewisses Wachstum bringen sollte, wenn auch unter etwas größeren Schwankungen. Doch weder die heutzutage über Anleihen generierbaren Erträge noch das zur Steigerung der Aktienerträge vorhandene Wirtschaftswachstum sind hoch genug, um die Renditeziele vieler Anleger zu realisieren.

Dagegen bieten die Aktienmärkte inzwischen überraschend stabile Cashflow-Renditen, wenn man die Kombination von Aktienrückkäufen und Dividenden betrachtet. In den nächsten zehn bis 15 Jahren erwarten wir, dass rund zwei Drittel der Aktienrenditen aus Dividenden und Aktienrückkäufen stammen werden, da die Unternehmen eifrig Liquiditätsüberschüsse an die Aktionäre zurückgeben, um die Eigenkapitalrendite auf einem hohen Niveau zu halten.