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Nach Brexit Ein Land erlebt die schlimmste Krise seit 50 Jahren

Der Premierminister steht unter Druck, Volkswirte senken die Wachstumsprognosen und Unternehmen warnen vor den schwerwiegenden Folgen des Brexit. Großbritannien? Keineswegs, Irland.

19.07.2016 - 17:50 Uhr | Quelle: Bloomberg in Märkte

Die engen Handels- und Finanz-Verflechtungen zu Großbritannien haben zur Folge, dass kein anderes Land die negativen Folgen der Entscheidung der Briten, die Europäische Union (EU) zu verlassen, so stark spürt wie Irland. In diesem Jahr feiert die Insel den hundertsten Jahrestag des Osteraufstands gegen die britische Herrschaft, ist aber nach wie vor den Problemen seines nächsten Nachbarn ausgesetzt.

„Dies ist das ernsteste und schwierigste der Probleme, denen sich das Land in 50 Jahren stellen musste", sagt John Bruton, von 1994 bis 1997 irischer Premierminister und später EU-Botschafter in den USA.

Irische Aktien brechen um fast 18 Prozent ein

Die exportorientierten Konzerne des Landes haben gewarnt, dass ihre Gewinne und das Wirtschaftswachstum durch den Pfund-Einbruch ausgebremst werden. Dabei findet gerade eine Erholung statt, nachdem das Land erst 2010 aufgrund einer Bankenkrise auf eine internationale Rettungsaktion angewiesen war.

Irische Aktien sind in den zwei Tagen nach der Brexit-Abstimmung um fast 18 Prozent eingebrochen. Nicht zuletzt weil Großbritannien nach den USA wichtigster Abnehmer der Exporte des Landes ist.