Nach gescheiterter Gesundheitsreform Vermögende Amerikaner eilen Trump zu Hilfe

Schlechte Zeiten für US-Präsident Donald Trump: Mit dem Scheitern der Gesundheitsreform stellen Anleger seine Fähigkeit in Frage, andere Wahlkampfversprechen wie die Steuerreform durchzusetzen. Unterdessen starten wohlhabende Amerikaner eine Medienkampagne.

31.03.2017 - 16:0031.03.17 - 16:44
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Bewegt die Märkte: US-Präsident Donald Trump
Bewegt die Märkte: US-Präsident Donald Trump© Getty Images

Donald Trump ist noch damit beschäftigt wieder Fuß zu fassen, nachdem sein Versuch, die unter dem Namen „Affordable Care Act“ oder auch Obamacare bekannte Gesundheitsreform zu ersetzten, gescheitert ist.

Unterdessen startet eine Gruppe von wohlhabenden Amerikanern eine Medienkampagne für den US-Präsidenten. Die zehn Staaten umfassende Blitzkampagne soll demokratische Senatoren unter Druck setzen Trump zu unterstützen – oder ihm zumindest bei seinen politischen Plänen nicht in die Quere zu kommen.

Making America Great, die Nonprofit-Organisation unter der Führung von Rebekah Mercer – einer von Trumps einflussreichsten Geldgeberinnen – wird Fernsehspots im Wert von einer Million US-Dollar (0,9 Millionen Euro) ausstrahlen. Hinzu kommen digitale Anzeigen für weitere 300.000 US-Dollar (278.000 Euro).

Die TV-Spots werden im District of Columbia sowie in zehn weiteren Staaten ausgestrahlt, die in der Präsidentschaftswahl mehrheitlich für Trump gestimmt hatten und in denen demokratische Senatoren 2018 zur Wiederwahl antreten müssen: West Virginia, Wisconsin, Missouri, Michigan, North Dakota, Florida, Ohio, Indiana, Montana und Pennsylvania. Die digitale Anzeigenkampagne wird ebenfalls auf diese Staaten ausgerichtet.

„Ein Sprachrohr für Donald Trump“

„Unsere Gruppe wird ein Sprachrohr sein, um aufzuzeigen, was Präsident Trump im Rest des Landes bereits erreicht hat“, sagt Emily Cornell, die künftig das Tagesgeschäft von Making America Great führen wird. „Wir sind hier, um für die Erfolge zu werben und gebrochene Versprechen aufzuzeigen – nicht nur für jene, die Trump gewählt haben, sondern für alle Amerikaner.“

„Im Laufe der letzten Wochen haben wir aggressiv versucht, Making America Great zum Laufen zu bringen“, ergänzt David Bossie, Chefstratege der Gruppe. „Wir haben die volle Unterstützung des Weißen Hauses und sind stolz, dass unsere Bemühungen dabei helfen, die Agenda von Präsident Trump voran zu bringen.“