Nach Konsortialgeschäft Goldman Sachs stuft Tesla Motors herab

Im Mai wickelte Goldman Sachs noch Geschäfte für Tesla Motors ab – natürlich gegen Bares. Jetzt stuften Analysten der Investmentbank den Autokonzern herab. Ein Beispiel für die kontroverse Rolle von Banken?

07.10.2016 - 15:2607.10.16 - 16:31
|
Von: 
|
|

Goldman Sachs-Analyst David Tamberrino stufte die Aktien von Tesla Motors Anfang Oktober von „Kaufen“ auf „Neutral“ ab und warf damit eine Empfehlung vom Mai über Bord. Damals führte Goldman Sachs eine 1,4 Milliarden US-Dollar (1,3 Milliarden Euro) schwere Zweitplatzierung für den Elektroauto-Hersteller durch. Auch wenn Banken Analyse und Konsortialgeschäft offiziell strikt trennen, ist diese Entscheidung doch ein Beispiel dafür, wie sie mehrere und manchmal gar kontroverse Rollen spielen.

Tamberrino verwies in einer Notiz an Kunden darauf, dass die geplante Fusion von Tesla Motors mit dem US-amerikanischen Solaranlagen-Hersteller Solar City das Unternehmen zu einer riskanteren Wette mache. Das Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten wurde zudem von 240 Dollar auf 185 Dollar nach unten korrigiert.

Scharfe Kritik am Tesla-Management

„Wir sehen zunehmende Risiken für das Geschäft von Tesla Motors in Bezug auf den Willen des Managements, Kapital für Fusion und Übernahmen einzusetzen. Und wir glauben, dass jeder Verzug beim Zeitplan des Unternehmens, das neue Modell vorzustellen, sich nachteilig auf die Aktien auswirken wird.”

David Tamberrino, Goldman-Sachs Analyst