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Schulkinder erwarten die Ankunft von Chinas Staatschef Xi Jinping in Hongkong: Öffnung des Anleihemarkts als Gastgeschenk

Neue Finanzpolitik China öffnet seinen Anleihemarkt für ausländische Investoren

Im Reich der Mitte konnten bislang nur wenige Ausländer ihr Geld anlegen. Seit dem 3. Juli kommen einige „qualifizierte Investoren“ hinzu, denn die Regierung in Peking braucht Geld und einen besseren Draht nach Hongkong.

04.07.2017 - 15:54 Uhr | Von:  in Anleihen

Der Anleihemarkt in China ist gigantisch. Das Volumen beträgt mehr als das sechsfache aller deutschen Bundesanleihen, die knapp 1,5 Billionen Euro wert sind. Nur leider konnten ausländische Investoren bislang nicht auf diesen Markt zugreifen, denn die chinesische Regierung blockierte seit Jahren die Marktöffnung.

Nun hat die Führung in Peking den ersten Schritt gewagt und erlaubt künftig „qualifizierten Investoren“ aus dem Ausland chinesische Schuldverschreibungen zu kaufen. Das Bond-Connected-Programme erlaubt es Zentralbanken und staatlichen Fonds nicht mehr nur die sogenannten „Dim-Sum-Bonds“ zu kaufen, sondern auch in China basierte und gehandelte Anleihen.

Chinesischer Schuldenberg hat „gefährliche Ausmaße“

Die Jagd auf die besten chinesischen Anleihen ist damit eröffnet. Zuvor hielten Ausländer nach Angaben der Finanznachrichtenagentur Bloomberg schätzungsweise 1,5 Prozent aller chinesischen Inlandsanleihen. Die Abschottung des Marktes scheint jetzt ein Ende zu finden. Experten sahen die Entscheidung schon länger kommen.  

Bereits 2014 hatte die chinesische Zentralbank verlauten lassen, dass der Schuldenberg des Landes „gefährliche Ausmaße“ angenommen hat. Die zunehmende Kapitalflucht schwächte die chinesische Wirtschaft zusätzlich und verlangsamte schon länger das Wirtschaftswachstum des Landes. 2016 vermeldete der Internationale Währungsfonds dann wieder positive Nachrichten zum chinesischen Anleihegeschäft, denn das Geschäftsvolumen habe sich damals auf rund 5 Billionen US-Dollar verdoppelt.