Neues aus dem BlackRock-Blog E + S + G = eine Erfolgsformel?

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Gut fürs Gewissen, schlecht für den Geldbeutel: Den Ruf hatte nachhaltiges Investieren lange. Fälschlicherweise, sagt Thomas Wiedenmann, Vertriebsexperte von BlackRocks ETF-Plattform iShares.

22.09.2016 - 11:3223.09.16 - 10:49
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Thomas Wiedenmann, Vertriebsexperte von BlackRocks ETF-Plattform iShares
Thomas Wiedenmann, Vertriebsexperte von BlackRocks ETF-Plattform iShares

ESG könnte auf dem Weg sein, zu einer echten Erfolgsformel für Anleger zu werden. Die Abkürzung steht für Environmental, Social, Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Mit den ESG-Kriterien wird gemessen, wie ein Unternehmen in ökologischen und sozialen Fragen aufgestellt ist und wie es geführt wird.

Vorbei die Zeiten, als ökologisch oder sozial verantwortliches Investieren immer einem Renditeverzicht gleichzukommen schien – im Gegenteil. Zumindest mehren sich die Studien, die nahelegen, dass es eine Verbindung gibt zwischen diesen Faktoren und der operativen Stärke von Unternehmen sowie der Steuerung langfristiger Finanzrisiken.

Man muss da nicht gleich an medienträchtige Katastrophen und große Unternehmenskrisen, an Strafzahlungen in Milliardenhöhe oder immense Rückstellungen denken, die in einer Unternehmenskultur mit größerem Augenmerk auf Nachhaltigkeit vielleicht hätten vermieden werden können. Aber die Richtung stimmt: Unternehmen, die Nachhaltigkeit in ihrer Kultur verankern, können gewisse Risiken vielleicht einfach besser kontrollieren.

Analysen zeigen auch, dass die Kapitalkosten von Unternehmen mit hohen ESG-Ratings niedriger sind. Eigentlich „weiche“ Faktoren beeinflussen also am Ende „harte“ Fakten wie Refinanzierungskosten.