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EZB-Chef Mario Draghi: Sparsame Worte bringen dem Euro ein kräftiges Plus

Neues aus der EZB-Geldpolitik frühestens „im Herbst“ Draghi schickt Anleger in die Sommerfrische

Bevor sich die Märkte in die Sommerpause verabschieden, hat sich Paul Brain, Head of Fixed Income bei Newton Investment Management (IM), zum EZB-Zinsentscheid vom 20. Juli Gedanken gemacht.

20.07.2017 - 16:51 Uhr | Von:  in Märkte

Viele Marktteilnehmer verabschieden sich angesichts des langsam heranrückenden Hochsommers in die Ferien. Dabei bieten sich derzeit noch unerwartete Chancen, wie zum Beispiel durch den Anstieg des Euros.

Der Euro hat am Donnerstag im Anschluss auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) auf über 1,16 US-Dollar aufgewertet, aber der Zuwachs könnte weitergehen. „Sobald sich der Ton bei der EZB verändert und sich eine Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik ankündigt, könnte der Euro davon rasch weiter in die Höhe getrieben werden. Wahrscheinlich heben sich die EZB und die Federal Reserve neue Zinsschritte aber für den September auf“, meinte Paul Brain, Head of Fixed Income bei Newton Investment Management (IM), eine Boutique von BNY Mellon Investment Management (IM), im Vorfeld des EZB-Zinsentscheids.

Nachdem die Zinssitzung der japanischen Zentralbank (Bank of Japan) kürzlich keine neuen Ergebnisse brachte, waren alle Augen auf das jüngste EZB-Treffen gerichtet. Brain zufolge war eine Veränderung beim Leitzins nicht zu erwarten, aber dennoch bleibe es spannend: „Wird sich EZB-Chef-Draghi zur eventuellen Abmilderung seiner Lockerungspolitik durch Anleihenkäufe äußern, die eventuell im September beschlossen wird? Wie wird Draghi mit dem Thema Inflation umgehen?“

Draghi will Strategie im Herbst prüfen

Wie der EZB-Zinsentscheid gezeigt hat, bleibt die Geldpolitik weiterhin locker. Die Anleihenkäufe werden auf jeden Fall wie geplant bis Dezember fortgesetzt. Bei Bedarf kann das Kaufvolumen ausgeweitet und die Laufzeit verlängert werden.

Der Leitzins wurde bei null Prozent belassen. Auch das monatliche Volumen des Anleihekaufprogramms von 60 Milliarden Euro blieb unverändert.