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Werbeplakat in Nanjing, China: Weltweit legt die konjunkturelle Entwicklung zu, China jedoch muss auf sein Banksystem achtgeben

Neues Potenzial für Risikoanlagen Der globale Aufschwung kommt in Fahrt

Dem Invesco-Chefökonom John Greenwood zufolge hält der wirtschaftliche Aufschwung in den USA weiter an. Das größte Wachstum wird aber die Volksrepublik China erzielen.

19.07.2017 - 10:53 Uhr | Von:  in Märkte

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump begann in den USA der Sturm auf den Aktienmarkt. Die ausgelöste „Reflation-Rallye“ dauert zwar noch an, hat aber inzwischen weniger mit etwaigen Trump-Effekten, als mit dem zugrundeliegenden Konjunkturaufschwung in den USA zu tun.

„Ich halte es für denkbar, dass der Aufschwung in den USA noch mehrere Jahre andauert. Das wäre eine gute Grundlage für weitere Kursgewinne von Aktien, Immobilien und sonstigen Risikoanlagen“, meint Invesco-Chefökonom John Greenwood in seinem Markt- und Wirtschaftsausblick für das dritte Quartal.

Als Grund dafür nennt Greenwood ein höheres Bruttoinlandsprodukt (BIP) beziehungsweise höhere Gesamtausgaben, die sich in höheren Unternehmensgewinnen und Haushaltseinkommen niederschlagen. 

Mehrere Risikofaktoren für den US-Markt

An den Rohstoffmärkten sieht Greenwood für den Rest des Jahres 2017 nur begrenztes Aufwärtspotenzial, da die starke Ausweitung der Schieferölproduktion in den USA den Ölpreis belaste. Bislang sehe es zudem nicht danach aus, dass US-Präsident Trump sein geplantes Infrastrukturinvestitionsprogramm in absehbarer Zeit umsetzt. 

Als größten einzelnen Risikofaktor nennt der Ökonom eine zu starke Straffung der Finanzkonditionen durch die US-Notenbank (Fed) – nicht durch Zinserhöhungen, sondern durch eine Eindämmung des Kreditwachstums im privaten Sektor. Dazu könne es kommen, wenn die Fed ihre Bilanz wieder verkürzt.