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Passanten in Pjöngjang verfolgen die Abendnachrichten im Staatsfernsehen: Nordkorea hat nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe entwickelt

Nordkorea-Konflikt schiebt Edelmetalle an Goldpreis auf Zwölf-Monats-Hoch

Ein neuer Kernwaffentest Nordkoreas hebelt den Goldpreis auf in der Spitze 1.339 US-Dollar. Unterstützung kommt jedoch auch vom schwachen Greenback und vom US-Arbeitsmarkt, dessen Schub abzureißen droht.

04.09.2017 - 11:45 Uhr | Von:  in Gold

Nordkoreas Test einer Wasserstoffbombe hat den Deckel vom Goldpreis gehoben: Das Edelmetall ist zum Wochenauftakt auf 1.339 US-Dollar je Feinunze gesprungen – höchster Stand seit zwölf Monaten. Gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag erhöhte sich der Preis des „sicheren Hafens“ um 15 US-Dollar. Auch der Silberpreis zieht auf knapp 18 US-Dollar an und bewegt sich damit in Richtung der zuletzt im Februar und April 2017 erreichten Hochs von jeweils über 18,50 US-Dollar.

UN-Sicherheitsrat beruft Dringlichkeitssitzung ein

Vorrangiger Hintergrund ist die erhöhte Risikoaversion der Anleger nach dem erneuten Kernwaffentest Nordkoreas am Wochenende. Wegen der enormen Sprengwirkung soll es sich um eine Wasserstoffbombe handeln, was den Konflikt zwischen Nordkorea, seinen Anrainerstaaten und den USA weiter verschärft. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Handelsbeziehungen zu jedem Staat aufzukündigen, der mit Nordkorea Geschäfte treibt.

In diesem Zusammenhang steht vor allem ein Land im Fokus: China. Wie ernst die Lage ist, zeigt ein Termin des wohl gewichtigsten politischen Gremiums der Welt: Der UN-Sicherheitsrat tritt heute zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.

US-Arbeitsmarktdaten zünden nicht

Einen weiteren Grund für den herzhaften Goldpreisanstieg lieferten die am vergangenen Freitag veröffentlichten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt: Der monatliche Arbeitsmarktbericht konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Mit nur 156.000 neu geschaffenen Stellen im August wurden die Erwartungen von 179.000 enttäuscht. Auch die ersten Schätzungen für die beiden Vormonate wurden nach unten revidiert. Außerdem erhöhte sich die Arbeitslosenquote, sie stieg leicht auf 4,4 Prozent (Prognose: 4,3 Prozent). Auch das Lohnwachstum schwächte sich ab. Die Stundenlöhne legten um lediglich 0,1 Prozent zu. Analysten hatten einen Zuwachs von 0,2 Prozent erwartet.