Ölförderung Saudi-Arabien und Russland vereinbaren Grenze

Ölländer wie Saudi-Arabien und Russland haben die Märkte in letzter Zeit regelrecht mit braunem Gold überschwemmt. Da die Barrel-Preise aufgrund des Überangebots stetig fielen, sehen die Bilanzen der Staaten schlecht aus. Die Fördermenge wird deshalb künftig gedrosselt.

17.02.2016, aktualisiert 18.02.2016 - 17:5718.02.16 - 17:57
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Quelle: Bloomberg
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Saudi-Arabien und Russland haben sich am Dienstag bei Gesprächen in Katar auf eine Begrenzung der Ölförderung geeinigt.

Die Begrenzung der Förderung auf das Niveau vom Januar werde "angemessen" sein, und Saudi-Arabien wolle weiter die Nachfrage seiner Kunden bedienen, sagte der saudische Ölminister Ali Al-Naimi nach den Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Alexander Novak in Doha. Auch Venezuela und Katar waren an der Vereinbarung beteiligt, sagte Al-Naimi.

Die Preise stagnieren

Öl wurde nach Bekanntwerden der Absprache teurer. Der Preis der Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 10.33 Uhr mitteleuropäischer Zeit um 2,9 Prozent auf 30,35 Dollar pro Barrel. 

Katar werde die Einhaltung der Förderbegrenzung überwachen, sagte der katarische Ölminister Mohammad bin Saleh al-Sada vor Journalisten. Die niedrigen Ölpreise seien für die Welt nicht positiv gewesen.

OPEC wollte Förderung nicht begrenzen

Vor mehr als einem Jahr hatte die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) entschieden, ihre Förderung nicht zu drosseln. Öl notiert weiter etwa 70 Prozent unter dem Hoch 2014. Das Angebot liegt weiter über der Nachfrage und rekordhohe Ölvorräte steigen weiter. Es sei möglich, dass der Ölpreis auf unter 20 Dollar je Barrel falle, ehe die Talfahrt vorüber sei, hieß es von der Goldman Sachs Group Inc.