Impact Investing Oikocredit – gutes Geld für eine nachhaltige Entwicklung

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Umwelt schützen, Frauen stärken, Wohlstand gerechter verteilen: Die internationale Genossenschaft Oikocredit engagiert sich seit mehr als 45 Jahren im globalen Süden. Anleger:innen können mit ihren Investitionen zur nachhaltigen Entwicklung beitragen.

21.12.2021, aktualisiert 04.01.2022 - 15:0104.01.22 - 15:01
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Frauen auf der Teeplantage der Karongi Tea Factory in Ruanda
Frauen auf der Teeplantage der Karongi Tea Factory in Ruanda: Mit ihren Investments können Anleger:innen zur finanziellen Unabhängigkeit von Menschen im globalen Süden beitragen © Opmeer Reports

Die Erträge ihrer vier Hektar großen Teeplantage reichten einfach nicht aus. Also beschließt die Kenianerin Mercy Mbatia 2015, eine Hühnerfarm aufzubauen. Das Startkapital in Höhe von 1.500 Euro bekommt die geschäftstüchtige, damals 70-Jährige, von der Genossenschaft Unaitas Sacco Society Ltd. Dabei handelt es sich um eine Partnerorganisation von Oikocredit, die in Kenia Mikrokredite vergibt. Das Ergebnis: Ein Stall, 1.500 Hühner, Dünger für die Plantage, neue Mitarbeiter:innen und finanzielle Unabhängigkeit.

Investitionen in Frauen wie Mercy Mbatia sind Investitionen in die gesamte Gemeinschaft – und Kerngeschäft von Oikocredit. Die internationale Genossenschaft engagiert sich in den Ländern des globalen Südens, damit Investitionen von privaten und institutionellen Anleger:innen zu einer nachhaltigen Entwicklung der Welt beitragen. „Das Geld unserer Anleger:innen ist für uns der Hebel für verantwortungsvolle Investitionen in Menschen. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass wirtschaftlich benachteiligte Menschen Chancen erhalten“, sagt Mirjam ‘t Lam, Geschäftsführerin bei Oikocredit International.

Oikocredit – Pionierin für nachhaltige Geldanlage und Entwicklungsfinanzierung

Die Genossenschaft engagiert sich für die Stärkung der Gemeinschaft, den Schutz der Umwelt und eine gerechtere Verteilung des Wohlstandes – und gerade in diesen Bereichen sind die Herausforderungen heute größer denn je. Nach Angaben der Weltbank hat allein die Corona-Pandemie weltweit 100 Millionen Menschen in bittere Armut zurückgeworfen. Auch die Folgen des Klimawandels sind für die Bevölkerung des globalen Südens schon heute spürbar. Sie zahlen den Preis des ungebremsten Wachstums im Norden. Ein ungerechter Welthandel, schwache Volkswirtschaften und tiefgreifende gesellschaftliche Konflikte erschweren die Situation zusätzlich. 

Verantwortungsvolle Investitionen in Menschen

Um die Herausforderungen zu bewältigen, verfolgt Oikocredit einen ganzheitlichen Ansatz und versteht sich als Impact Investorin. Mit einem Finanzierungsvolumen von aktuell 875 Millionen Euro engagiert sich die Genossenschaft insbesondere in Asien, Afrika und Lateinamerika.

Den Beteiligten ist es dabei besonders wichtig, dass das ihnen anvertraute Geld seine soziale Wirkung dauerhaft entfalten kann. Das geht nur, wenn man die lokalen Bedingungen kennt und weiß, was die Menschen und ihre lokalen Gemeinschaften wirklich benötigen. „Deshalb sind wir als international tätige Organisation mit eigenen Mitarbeitenden lokal präsent und arbeiten eng mit derzeit 527 Partnerorganisation vor Ort zusammen“, erklärt Mirjam ‘t Lam. Diese vergeben Mikrokredite, bieten Schulungen und Zugang zu Technologien. Sie werden von Oikocredit im Hinblick auf Finanzen, Risiko, Sozial- und Umweltfragen bewertet und ausgewählt.

Finanzielle Unabhängigkeit, höherer Lebensstandard

Oikocredit konzentriert dich dabei auf drei Sektoren:

  • inklusives Finanzwesen,
  • Landwirtschaft und
  • erneuerbare Energien.

Allein im vergangenen Jahr wurde 32 Millionen Menschen, die bei klassischen Banken kaum Kredite bekommen würden, durch Oikocredit ein Zugang zu Finanzdienstleistungen und somit zu wirtschaftlicher Emanzipation ermöglicht.

Dass Investitionen in die Landwirtschaft ein wirksames Mittel gegen Arbeitslosigkeit und Armut in ländlichen Regionen und zur Stärkung der Ernährungssicherheit vor Ort sind, zeigt sich am Beispiel von Mercy Mbatia. Mittels Mikrokredit konnte diese die Produktivität ihres Betriebs erhöhen, finanzielle Unabhängigkeit erlangen und andere Frauen in ihrer Gemeinschaft unterstützen.

Bei der Kaffeeernte: Kaffeebäuerinnen der Genossenschaft Chajul in Guatemala. © Opmeer Reports

Impact Investing für soziale Entwicklung

Um den positiven Wandel weiter anzuführen, soll neben individuellen Mikrokrediten zukünftig auch die gemeinschaftsorientierte soziale Entwicklung stärker in den Fokus rücken. Oikocredit will die verschiedenen Akteure und Kompetenzen zusammenzubringen, um kollektive Probleme wie den fehlenden Zugang zu Bildung oder Gesundheitsdienstleistungen anzugehen und Impact Investing in der Entwicklungsfinanzierung noch zeitgemäßer zu interpretieren.