Opec-Deal zur Öl-Fördermenge Was er den Märkten wirklich bringt

Die Opec-Staaten haben sich nach langem Hin und Her auf eine Begrenzung der Öl-Fördermenge geeinigt. Mit dem Beschluss wollen sie den Preis des schwarzen Goldes stabilisieren. Erfolgskonzept oder Trugschluss? In der Finanzbranche türmen sich die unterschiedlichsten Meinungen.

13.10.2016 - 14:0413.10.16 - 16:30
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Wer hat damit noch gerechnet? Nach zahlreichen erfolglosen Versuchen hat sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) auf einem informellen Treffen in Algier Ende September auf eine Begrenzung der Öl-Fördermenge geeinigt. Damit will das Kartell dem Absturz der Ölpreise ein Ende setzen.

Konkret haben sich die Förderländer auf folgendes geeinigt: Die Opec, die insgesamt rund ein Drittel der globalen Ölproduktion verantwortet, will ihre Förderung bald auf 32,5 bis 33 Millionen Barrel (rund 5,2 Milliarden Liter) pro Tag begrenzen. Das wären fast 750.000 Barrel weniger als im August. Die Details, inklusive Produktionsquoten für jeden einzelnen Mitgliedsstaat, müssen noch ausgehandelt werden. Sie werden voraussichtlich auf der nächsten Sitzung Ende November bekanntgegeben.

Naht das Ende des Kartells?

Die Einigung ließ die Preise der wichtigsten Sorten zunächst steigen. Teilweise schnellten sie um sechs Prozent in die Höhe. Auch verbuchten Aktien von Energieunternehmen kurzfristig Gewinne.

Doch wie sieht es langfristig aus? Kann der Opec-Deal die Preise über die Schrecksekunde der Anleger nach Bekanntgabe des Deals hinaus stabilisieren oder gar nach oben treiben? Die Mehrzahl der Finanzanalysten glaubt nicht daran.